„Das dauert einfach“

Fall Fabian – Ermittler geben Einblick

16.12.2025 – 07:51 UhrLesedauer: 1 Min.

Der kleine Fabian: In Güstrow ist die Angst seit dem gewaltsamen Tod des Achtjährigen spürbar. (Quelle: SchwarckMedia)

Die Ermittlungen im Fall des getöteten Fabian ziehen sich in die Länge. Jetzt nennt der zuständige Staatsanwalt eine Perspektive – und sagt, was die Ermittler aufhält.

Die Ermittlungen im Mordfall des achtjährigen Fabian aus Güstrow werden sich bis mindestens März 2026 hinziehen. Das sagte Oberstaatsanwalt Harald Nowack jetzt der Deutschen Presse-Agentur. Er dämpft damit Erwartungen auf einen schnellen Prozess: In diesem Jahr werde es zu keiner Anklageerhebung kommen, betonte der Oberstaatsanwalt.

Nowack verwies auf Hunderte von Spuren, die von Kriminaltechnikern ausgewertet werden müssten. Bei der Vielzahl sei die Kriminaltechnik sehr beschäftigt. „Das dauert einfach“, erklärte Nowack. Auch das toxikologische Gutachten stehe noch aus. Es sei für die Ermittler zwar wichtig, habe aber nicht oberste Priorität.

Seit Anfang November sitzt eine Tatverdächtige in dem Fall wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Eine Entscheidung des Landgerichts Rostock über eine Haftbeschwerde steht aus. Diese könnte nach früheren Angaben des Gerichts noch vor Weihnachten fallen.

Der Anwalt der Beschuldigten hatte die Beschwerde eingelegt, nachdem das Rostocker Amtsgericht am 3. Dezember den Antrag auf Haftentlassung seiner Mandantin abgelehnt hatte.

Die Festnahme der Tatverdächtigen erfolgte am 6. November in einem Dorf nahe Güstrow. Bei der Aktion wurde auch ihr Auto sichergestellt. Die Leiche des Jungen war am 14. Oktober – vier Tage nach seinem Verschwinden – am Ufer eines Tümpels südlich von Güstrow entdeckt worden.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version