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Politik

Ermittler finden Waffendepot in Wald – steckt Russland dahinter?

wochentlich.deBy wochentlich.de21 August 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Spuren führen nach Russland

Ermittler finden geheimes Waffendepot nahe Berlin

Aktualisiert am 21.08.2026 – 11:29 UhrLesedauer: 2 Min.

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Das Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln: Seit Monaten warnt die Behörde, dass Russland Anschläge auf Personen ausüben könnte. (Quelle: Oliver Berg/dpa/dpa-bilder)

Nahe Berlin lag ein geheimes Depot mit Handfeuerwaffen im Wald – unentdeckt, bis ein Tipp die Behörden dorthin führte. Russische Geheimdienste sollen dahinterstecken.

Deutsche Sicherheitsbehörden sollen in der Nähe von Berlin ein geheimes Waffenlager gefunden haben. Das berichten die Sender NDR und WDR sowie die „Süddeutsche Zeitung“. Demnach stießen die Beamten bereits im vergangenen Spätsommer nach einem entsprechenden Hinweis in einem Wald auf ein Depot mit Handfeuerwaffen.

Einer Vorabmeldung der „SZ“ zufolge geht das Bundesamt für Verfassungsschutz mittlerweile davon aus, dass das Lager im Auftrag russischer Geheimdienste angelegt wurde. Der Generalbundesanwalt ermittele inzwischen wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in dem Fall, heißt es. Ein Tatverdächtiger sei in Rumänien festgenommen worden.

Beamte sollen bei den Ermittlungen einen Hinweis auf das professionell angelegte Depot im brandenburgischen Grenzgebiet zu Berlin bekommen und dort zwei Faustfeuerwaffen entdeckt haben. Deutsche Sicherheitsbehörden seien inzwischen davon überzeugt, dass die Waffen für Agenten hinterlegt wurden. Diese hätten im Auftrag Moskaus hierzulande sogenannte „kinetische Operationen“ durchführen sollen, also etwa Attentate.

Russland äußert sich nicht

Schon seit Monaten warnt der Verfassungsschutz davor, dass Russland Anschläge auf Personen in Deutschland verüben könnte. Im Visier stehen dabei Rüstungsmanager, Oppositionelle im Exil und Ukraine-Unterstützer. Zuletzt wurden etwa Anschlagspläne gegen den Rüstungsmanager Stefan Thumann bekannt.

Auf Anfrage von NDR, WDR und „SZ“ äußerte sich die russische Botschaft zunächst weder zu dem Waffendepot noch zu einer möglichen Verbindung zu russischen Geheimdiensten. Eine Sprecherin des Bundesamtes für Verfassungsschutz wollte sich demnach zu dem konkreten Fall nicht äußern. Man nehme zu „Angelegenheiten, die etwaige konkrete nachrichtendienstliche Tätigkeiten betreffen, grundsätzlich nicht Stellung“.

Der bereits vor einiger Zeit in Rumänien festgenommene Tatverdächtige könnte laut den Informationen von SZ, NDR und WDR die Waffen im Wald versteckt haben. Beamte hätten nach der Entdeckung des Depots zunächst die dort gefundenen Waffen funktionsunfähig gemacht und die Fundstelle anschließend überwacht, allerdings erfolglos. Dem Bericht zufolge könnten die Täter von der Entdeckung des Waffenlagers erfahren und es danach gemieden haben.

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