Fünf spürbare Erdstöße

Erdbeben im Vogtland: Stärkste Erschütterung seit 2018

02.01.2026 – 18:02 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Seismograph misst Erschütterungen (Symbolbild): Am Neujahrstag hat im Vogtland die Erde gebebt. (Quelle: Oliver Berg/dpa/dpa-bilder)

Das Vogtland erlebt eine ungewöhnliche Erdbebenserie. Allein an Neujahr wurden fünf deutlich spürbare Erdstöße gemessen – das höchste mit der Stärke 3,2.

Im sächsischen Vogtland hat die Erde zu Neujahr so stark gebebt wie seit Jahren nicht mehr. Am 1. Januar wurden fünf deutlich spürbare Erdstöße mit Stärken bis zu 3,2 auf der Richterskala registriert, wie das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mitteilte.

Die beiden heftigsten Erschütterungen ereigneten sich um 17.38 Uhr und um 18.04 Uhr. Eine Magnitude von 3,2 wurde in der Region zuletzt 2018 überschritten, als Beben der Stärken 3,3 und 3,8 gemessen wurden.

Die Region an der Grenze zu Tschechien ist bekannt für sogenannte Schwarmbeben, bei denen die Erde in dichter zeitlicher Folge bebt. Dabei wird angestaute Spannungsenergie an geologischen Störungen freigesetzt. Neuere Forschungen deuten darauf hin, dass in der Erdkruste aufsteigende Gase diese Erschütterungen auslösen können. Sachschäden treten bei solchen Beben selten auf.

Der aktuelle Erdbebenschwarm nahe dem tschechischen Luby an der Grenze zu Sachsen ist bereits seit dem 20. November aktiv. Die Neujahrs-Erschütterungen markieren die dritte aktive Phase dieses Schwarms. Zuvor waren bereits um den Nikolaustag deutlich spürbare Erdstöße in der Region gemeldet worden.

Die stärksten Beben in der Geschichte des Vogtlands ereigneten sich Mitte der 1980er Jahre. Mit einer Stärke von 4,6 waren sie so heftig, dass Schornsteine einstürzten.

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