Batteriehersteller

Nach Varta-Insolvenz: Fast 1.000 Jobs gerettet

Aktualisiert am 09.10.2026 – 16:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Haushaltsbatterien-Sparte von Varta löst sich vom Mutterkonzern. (Archivbild) (Quelle: Marijan Murat/dpa/dpa-bilder)

Die Haushaltsbatterien-Sparte von Varta wird eigenständig. Für die rund 990 Beschäftigten gibt es eine wichtige Nachricht: Ein Personalabbau ist nach Unternehmensangaben nicht vorgesehen.

Die Haushaltsbatterien-Sparte der insolventen Varta-Gruppe hat den Schritt in die Eigenständigkeit vollzogen. Das Bundeswirtschaftsministerium habe die Herauslösung des wirtschaftlich erfolgreichen Consumer-Geschäfts aus der Varta AG Gruppe genehmigt, teilte das Unternehmen mit. Alle rund 990 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Einen Personalabbau infolge der Abspaltung werde es nicht geben.

Der zentrale Produktionsstandort für Haushaltsbatterien befindet sich in Dischingen in Baden-Württemberg. Dort läuft die Produktion im Dreischichtbetrieb. Zum Angebot zählen neben Haushaltsbatterien unter anderem Knopfzellen, Akkus, Hörgerätebatterien, Powerbanks, Ladegeräte, Leuchten und Ladezubehör.

Unternehmen verspricht Sicherheit für Beschäftigte

Der Geschäftsführer der neuen Varta Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA, Mark Munz, bezeichnete die Eigenständigkeit als folgerichtigen Schritt. Der Geschäftsbereich sei stabil und bei Kunden und Geschäftspartnern gut positioniert. Die Fortführung als eigenständiges Unternehmen schaffe „Sicherheit für die Mitarbeitenden sowie Vorteile für Deutschland und die Region insgesamt“, sagte Munz.

Zugleich will das Unternehmen weiter in seinen Produktionsstandort in Dischingen investieren. Eine konkrete Summe wurde nicht genannt. Im Vorfeld der Herauslösung hatten die Hauptfinanzierer der früheren Varta AG Gruppe den Übergang des Bereichs Haushaltsbatterien in eine eigenständige Holdingstruktur unterstützt. Zur sogenannten Ad-hoc-Gläubigergruppe gehören die Deutsche Bank und die Finanzinvestoren RBC BlueBay, Blantyre und Whitebox.

Varta-Sparte setzt auf weiteres Wachstum

Das neue Unternehmen sieht Wachstumspotenzial für seine Produkte. Bis zunächst 2029 rechne man mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent – trotz der weltweit bereits weitgehend erschlossenen Batteriemärkte. Ein Schwerpunkt der Wachstumsstrategie liege auf europäischen Märkten. Zusätzliches Potenzial gebe es in Südamerika, Asien und Kanada. In Südostasien und Südamerika wurden bereits erste Geschäftsbeziehungen aufgebaut, wie das Unternehmen mitteilte.

Die Varta AG Gruppe aus dem schwäbischen Ellwangen hatte Mitte Juli nach eigenen Angaben zunächst für die Varta AG als Konzernmuttergesellschaft sowie drei weitere Einheiten einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Die Haushaltsbatterien-Sparte war davon nicht betroffen. Zunächst befanden sich die vier Einheiten im klassischen vorläufigen Insolvenzverfahren.

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