„Reichste Bürger können mehr beitragen“

Englischer Ex-Nationalspieler will mehr Steuern zahlen


23.07.2026 – 18:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Gary Lineker spielte einst unter anderem für Tottenham Hotspur und den FC Barcelona. (Quelle: IMAGO/JASONPIX/Shutterstock/imago)

Als Fußballprofi und gefragter TV-Experte baute Gary Lineker ein Vermögen auf. Davon will er nun etwas zurückgeben. Deswegen schloss er sich einer Initiative an.

Der frühere englische Nationalspieler Gary Lineker gehört zu mehr als 100 britischen Millionären, die den neuen Premierminister Andy Burnham zu höheren Steuern für Vermögende auffordern.

In einem von der Initiative Patriotic Millionaires organisierten Brief schreiben die Unterzeichner an den Labour-Politiker: „Als Millionäre haben wir eine klare Botschaft an Sie, unseren neuen Premierminister: Besteuern Sie uns. Wir zahlen unsere Steuern mit Stolz und bleiben hier. Wir sprechen nicht von höheren Steuern für Menschen, die jeden Tag arbeiten, um ihr Einkommen zu verdienen, sondern für die Reichsten, deren Einkommen aus ihrem Vermögen stammt.“

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Der ehemalige Moderator der BBC-Sendung „Match of the Day“ erklärte: „Unser großartiges Land verdient es, dass wir alle unseren Beitrag leisten. Ich bin stolz darauf, gemeinsam mit Menschen im ganzen Vereinigten Königreich für eine gerechtere Gesellschaft einzutreten.“

Lineker will „Großbritannien gerechter machen“

Weiter sagte der 65 Jahre alte Ex-Torjäger: „Seinen gerechten Anteil zu zahlen, ist ein grundlegender britischer Wert. Doch viele Menschen mit normalen Einkommen zahlen bereits mehr, als sie sich leisten können. Unsere reichsten Bürger können mehr beitragen – und die meisten wollen das auch. Wenn unsere neue Regierung unseren nationalen Werten gerecht werden will, muss sie extrem große Vermögen stärker besteuern, um Großbritannien gerechter, besser und hoffnungsvoller zu machen.“

Gary Lineker (l.) im WM-Halbfinale 1990 gegen Jürgen Kohler. Der Stürmer erzielte 48 Tore in 80 Länderspielen für England. (Quelle: imago sportfotodienst/imago)

Die Initiative verweist auf verschiedene Modelle einer Vermögensteuer. Nach ihren Berechnungen könnte eine Abgabe von zwei Prozent auf Vermögen von mehr als zehn Millionen Pfund dem britischen Staat rund 24 Milliarden Pfund einbringen.

Betroffen wäre nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung: weniger als 0,04 Prozent beziehungsweise rund 20.000 Menschen. Frühere Recherchen der Zeitung „The Mirror“ kamen zudem zum Ergebnis, dass eine Vermögensteuer allein für die 350 reichsten Familien Großbritanniens – darunter 156 Milliardäre – Einnahmen von rund 15 Milliarden Pfund bedeuten könnte.

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