Favorit jubelt in Unterzahl
Spektakel in Mexiko – England zittert sich weiter
Aktualisiert am 06.07.2026 – 05:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Das packende WM-Achtelfinale bietet alles: Tore, einen Platzverweis und einen leidenschaftlich kämpfenden Außenseiter. Am Ende jubelt dennoch England.
England hat sich in der Nacht von Sonntag auf Montag in einem mitreißenden WM-Achtelfinale mit 3:2 (2:1) gegen Gastgeber Mexiko durchgesetzt. Die Briten mussten dabei fast eine ganze Halbzeit lang in Unterzahl spielen, nachdem Bayer Leverkusens Jarell Quansah für ein hartes Einsteigen des Platzes verwiesen wurde (54. Minute).
Für die Tore zeichneten auf englischer Seite Jude Bellingham (36., 38.) sowie Harry Kane per Elfmeter (60.) verantwortlich. Julián Quiñones (42.) und Raúl Jiménez (69.) verkürzten für Mexiko zweimal. Aufgrund eines Unwetters hatte das Spiel mit einer Stunde Verspätung begonnen. Während die WM-Reise für den Gastgeber endet, trifft England im Viertelfinale am Samstag auf Norwegen (ab 23 Uhr im Liveticker bei t-online).
So lief das Spiel
Es musste ja so kommen. Die Sorgen vor den schweren Gewittern hatten schon zwei Tage vor der Partie für Stress und Hektik gesorgt. Und dann krachte es tatsächlich über Santa Úrsula im Süden der Stadt. Blitz und Donner, dazu heftiger Regen. Wie schon beim Mexiko-Spiel gegen Ecuador musste der Beginn um eine Stunde verschoben werden.
Thomas Tuchel hatte seine Mannschaft auf einen Attacke-Beginn der Mexikaner wie gegen Ecuador eingestellt – und Kane & Co. lösten die kniffligen Anfangsminuten mit all ihrer internationalen Routine. Ball kontrollieren, keine Risiko-Pässe, Tempo rausnehmen – und: Respekt verschaffen. Sie gingen mit Härte und Konsequenz in die Zweikämpfe.
Nur einmal wurde es zunächst brandgefährlich, als Mexikos Premier-League-Legionär Jiménez mit einem Flugkopfball sein Privatduell mit Jordan Pickford eröffnete. Mit der linken Hand rettete der 32-Jährige aber spektakulär zur Ecke (15.). Englands erste Torszene kam nach der Trinkpause: Anthony Gordon setzte sich auf der linken Seite fein durch, seinen Flachschuss parierte Raúl Rangel im Tor der Mexikaner (26.).
Die ersten 15, 20 Minuten würden die härtesten, hatte Tuchel prophezeit. Die Wucht der Fans, die dünne Luft. England überstand sie – und sorgte mit Bellinghams Doppelschlag für Entsetzen bei den Mexikanern. Mexiko stand aber nur kurz unter Schock nach den ersten Gegentoren im Turnier. Nach einer Standardsituation konnte Ezri Konsa nicht richtig klären, Quiñones drosch den Ball ins Tor – bereits das vierte Tor des in Kolumbien geborenen Angreifers.

