Es ist keine leichte Aufgabe und das liegt zum Teil daran, dass die unmittelbare Umgebung ziemlich herausfordernd ist. Militante Gruppen wie M23 und die Alliierten Demokratischen Kräfte zerstören immer wieder jede Hoffnung auf Frieden und Entwicklung. Auch Daniel Maier hat mit den begrenzten Ressourcen zu kämpfen, da die UN von einer Finanzkrise betroffen sind, die sich auch auf ihre Friedensmissionen auswirkt. „Wir planen immer nur für einen Monat und hoffen auf das Beste“, sagt er.
Trotz Herausforderungen der UN verpflichtet
Die MONUSCO-„Blauhelme“ hätten seit Beginn ihres Einsatzes im Jahr 2010 einiges erreicht, erklärt Maier: Es habe demokratische Wahlen gegeben, in mehreren Regionen sei Frieden und Abrüstung erreicht worden und die Gewalt gegen Frauen sei zurückgegangen. Dennoch bleibt die Lage im Land ungeklärt und die Mission ist noch nicht abgeschlossen. Die Verantwortlichen von MONUSCO werden immer wieder von den Grenzen des Machbaren angesichts knapper Ressourcen und des politischen Umfelds zurückgehalten. „Diese Engpässe machen ein schnelles und effizientes Handeln unmöglich.“
Doch Daniel Maier hat sich vor 20 Jahren bewusst für eine Tätigkeit bei den Vereinten Nationen und auch für die Arbeit in einem von Krisen betroffenen Land entschieden. Er ist davon überzeugt, dass die UN und ihre Friedensmissionen unverzichtbar sind. „Wo wären wir auf dieser Welt ohne sie?“ er fragt. Schon während seiner Studienzeit lag ihm die Völkerverständigung am Herzen. Damals ging es noch um die deutsch-französischen Beziehungen. Deshalb empfindet er es als verletzend, dass die UN aus verschiedenen Richtungen angegriffen werde, was ihn „in einen ständigen Verteidigungsmodus“ versetze. Trotz alledem ist er jeden Tag aufs Neue von seiner Arbeit fasziniert. „Ich fühle mich privilegiert, weil ich einen kleinen Beitrag zu einer hoffentlich friedlichen Welt in der Zukunft leisten kann“, sagt er.
