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Gesundheit

Empfohlene Zufuhr laut Forscher in vielen Fällen zu niedrig

wochentlich.deBy wochentlich.de11 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Empfohlene Zufuhr laut Forscher in vielen Fällen zu niedrig
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Gesunde Ernährung

Experte hält empfohlene Proteinzufuhr für zu niedrig


11.07.2026 – 08:22 UhrLesedauer: 2 Min.

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Salat mit Hülsenfrüchten (Symbolbild): Proteinreiche Lebensmittel sind ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Ernährung. (Quelle: julief514/getty-images-bilder)

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Die offiziell empfohlene Proteinmenge soll helfen, die Gesundheit lebenslang zu fördern. Für eine optimale Versorgung kann aber mitunter mehr nötig sein.

Ein Ernährungsforscher hat kürzlich vorgeschlagen, die offiziellen Empfehlungen zur Proteinzufuhr anzupassen. Denn seiner Ansicht nach reichen die aktuell empfohlenen Mengen oft nur aus, um einen Mangel zu vermeiden – nicht aber, um die Gesundheit und die körperliche Leistungsfähigkeit bestmöglich zu fördern. Profitieren könnten von einer solchen Anpassung vor allem körperlich Aktive, Ältere und Schwangere.

Mindestbedarf statt Optimalversorgung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen derzeit 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich, für Menschen ab 65 Jahren 1,0 Gramm. Wie in der Fachzeitschrift „Frontiers in Nutrition“ nachzulesen ist, hält Chris Macdonald von der University of Cambridge diese Werte für viele Menschen jedoch für zu niedrig.

Wozu brauchen wir Protein?

Protein (umgangssprachlich Eiweiß genannt) ist lebenswichtig: Der Körper braucht es für den Erhalt, die Regeneration und das Wachstum von Gewebe, darunter Muskeln, Knochen und Bindegewebe. Eine ausreichende Proteinzufuhr unterstützt die Stoffwechselfunktionen, das Immunsystem sowie die Bildung von Enzymen und Hormonen.

Der Forscher argumentiert, dass die bisherigen Empfehlungen vor allem darauf ausgerichtet seien, Mangelzustände zu verhindern. Seiner Ansicht nach sollten sie aber stattdessen das Ziel verfolgen, die Gesundheit möglichst lange zu erhalten und körperliche wie geistige Fähigkeiten bis ins hohe Alter zu unterstützen.

Mehr Protein kann Vorteile bringen

Macdonald verweist auf Studien, nach denen eine höhere Proteinzufuhr bei bestimmten Personengruppen die Kraft, die Regeneration und die Lebensqualität verbessern kann. Danach könnte der Proteinbedarf vor allem bei älteren Erwachsenen, körperlich aktiven Personen und Schwangeren über dem liegen, was die bisherigen Richtwerte vorgeben.

Besonders ältere Menschen könnten von einem Plus an Protein profitieren. Denn mit zunehmendem Alter nimmt die Muskelmasse natürlicherweise ab. Eine ausreichende Proteinversorgung in Kombination mit regelmäßiger Bewegung kann helfen, diesem Prozess entgegenzuwirken und länger selbstständig zu bleiben.

Schon gewusst?

Der menschliche Körper braucht 20 verschiedene Aminosäuren, um Proteine aufzubauen. Einige davon kann er selbst herstellen, andere – die sogenannten unentbehrlichen (früher: essenziellen) Aminosäuren – nicht: Diese müssen von außen zugeführt werden.

Eier und Fleisch sind verzichtbar

Bei der Frage nach guten Proteinlieferanten denken viele Menschen als Erstes an tierische Lebensmittel: Eier, Fleisch, Fisch und Milchprodukte. Macdonald ist es daher wichtig zu betonen, dass sich der Proteinbedarf auch mit einer gut geplanten pflanzlichen Ernährung decken lässt: So liefern Hülsenfrüchte wie Bohnen (einschließlich Soja), Erbsen und Linsen sowie Getreideprodukte einen wertvollen Beitrag zur Proteinversorgung.

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