Lynkuet soll laut Ema bei Frauen mit moderaten bis schweren vasomotorischen Symptomen zum Einsatz kommen. Dazu gehören sowohl Patientinnen in den Wechseljahren als auch solche, die wegen einer Brustkrebserkrankung eine antihormonelle Therapie erhalten. Für Letztere wäre Elinzanetant die erste gezielte Behandlungsoption auf dem Markt.
Eine wichtige Einschränkung gibt es allerdings: Während der Schwangerschaft darf das Medikament nicht eingenommen werden.
Wie bei jedem Medikament gibt es auch bei Elinzanetant mögliche Nebenwirkungen. In den Studien berichteten Patientinnen am häufigsten über Müdigkeit, Kopfschmerzen, Durchfall oder Muskelkrämpfe. Bei Frauen mit Brustkrebs trat in manchen Fällen auch eine depressive Verstimmung auf.
Weil ein ähnliches Medikament aus derselben Wirkstoffklasse (Fezolinetant) in der Vergangenheit mögliche Leberschäden verursacht hatte, behalten Fachleute auch Elinzanetant in dieser Hinsicht besonders im Blick. Bisher zeigen sich laut Ema jedoch keine gravierenden Auffälligkeiten.
Mit Elinzanetant stände nach der Marktzulassung bereits das zweite nicht-hormonelle Medikament gegen Wechseljahresbeschwerden zur Verfügung. Der erste Vertreter dieser neuen Klasse – Fezolinetant – wurde im Vorjahr eingeführt, darf bisher aber nur bei Frauen in den Wechseljahren eingesetzt werden. Lynkuet könnte diese Lücke nun schließen.
Für viele betroffene Frauen – insbesondere Brustkrebspatientinnen – ist das eine bedeutende Neuerung. Denn damit gäbe es eine Therapie, die ihre Symptome lindert, ohne den Hormonhaushalt weiter zu belasten. Jetzt liegt die Entscheidung bei der EU-Kommission, die die finale Zulassung erteilen muss.
