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Elektroauto-Ladesäulen Deutschland: Viele Stationen bleiben ungenutzt

wochentlich.deBy wochentlich.de21 Dezember 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Elektroauto-Ladesäulen Deutschland: Viele Stationen bleiben ungenutzt
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Der teure Lade-Irrtum

Deutschland baut Milliarden-Grab am Straßenrand


21.12.2025 – 08:08 UhrLesedauer: 2 Min.

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Investition ins Leere: Über 180.000 Ladepunkte stehen bereit, doch die meisten Fahrer laden ihr Auto zu Hause. (Quelle: IMAGO/Thomas Trutschel/photothek.de)

Deutschland baut Ladesäulen in Rekordtempo. Doch die Stecker bleiben oft ungenutzt. Während die Politik immer neue Ausbauziele verkündet, laden E-Auto-Fahrer längst woanders.

Am 1. November 2025 meldete die Bundesnetzagentur 140.000 Normal- und 45.000 Schnellladepunkte. Die Bundesregierung wollte ursprünglich eine Million öffentlicher Punkte bis 2030 erzwingen – eine Zahl aus der Ära Merkel. Inzwischen korrigierte Berlin den Bedarf auf 680.000. Doch selbst dieses Ziel ist zweifelhaft.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) warnt: Das Verkehrsministerium überschätzt den öffentlichen Ladebedarf massiv.

Die Wahrheit ist: Die meisten Fahrer benötigen keine öffentlichen Säulen. Sie laden ihr Auto zu Hause. Studien belegen, dass 80 Prozent der Nutzer weitgehend unabhängig von der öffentlichen Ladeinfrastruktur sind.

Dank staatlicher Förderung haben Deutsche bereits über eine Million Wallboxen in ihren Garagen installiert. Damit ist selbst das alte Millionen-Ziel längst erreicht – nur eben im privaten Bereich.

Öffentliche Stationen hingegen stehen oft verlassen da. Eine Analyse des Unternehmens Elvah zeigt: Nur in Ballungsräumen und an Autobahnen fließt regelmäßig Strom. Viele Säulen werden sogar tagelang nicht genutzt.

Die Betreiber der öffentlichen Säulen sitzen in der Falle. Tiefbau, Pacht und Technik kosten Vermögen, noch bevor der erste Strom fließt. Doch die Stationen stehen oft tagelang verlassen da. Um die Verluste zu stoppen, fordern die Anbieter horrende Preise. Das macht das Laden am Straßenrand zum Luxus und treibt die Autofahrer erst recht zurück an die heimische Steckdose. Ein Teufelskreis aus Beton und Kupfer.

Während der Staat noch Standorte plant, überholt ihn die Technik. Viele der hastig gebauten Normallader sind heute schon veraltet. Wer laden will, will nicht warten; er verlangt Hochleistung. Berlin pumpt Milliarden in eine Infrastruktur, die am Leben vorbeigeht: zu viele langsame Stecker in Wohngebieten, wo niemand sie nutzt. Bald blockieren Geister-Säulen die Gehwege, während an den Autobahnen die Schlangen wachsen.

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