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Elektro-VW: Krasser Reichweiten-Einbruch im Winter

wochentlich.deBy wochentlich.de6 Februar 2024Keine Kommentare3 Mins Read
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Elektro-VW: Krasser Reichweiten-Einbruch im Winter
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Die Batterie arbeitet träger als gewohnt, die Heizung kostet viel Strom: Elektroautos kommen im Winter weniger weit. Wie hoch der Verlust sein kann, zeigt ein neuer Test.

Heizung, Licht, Scheibenwischer: Viele Funktionen verringern im Winter die Reichweite – beim Auto mit Verbrennungsmotor genauso wie beim Elektroauto. Beim Elektroauto kommt allerdings erschwerend hinzu, dass die chemischen Reaktionen in der Batterie bei Kälte nur gehemmt ablaufen. Umso ungehemmter sinkt ihr Ladezustand. Wie stark der Verbrauch des Stromers im Winter steigt, testete der norwegische Automobilverband Norges Automobil-Forbund (NAF).

Reichweite sinkt um ein Drittel

Dabei mussten 23 Modelle beweisen, dass sie auch im Winter nicht schlappmachen. Die Autos wurden im Januar unter typischen Bedingungen getestet: Die Temperaturen lagen zwischen minus zwei und minus zehn Grad, hinzu kam das Orkantief „Ingunn“ (mit über 200 km/h einer der stärksten Stürme der vergangenen 30 Jahre). Um vergleichbare Daten zu erhalten, wurden alle Autos am selben Tag und unter denselben Bedingungen getestet.

Die Ergebnisse sind sehr unterschiedlich. Zwar schaffte keines der getesteten Autos die versprochene Reichweite. Während aber der chinesische HiPhi Z nur 33 Kilometer unter der WLTP-Reichweite lag (Abweichung: sechs Prozent), waren es beim VW ID.7 ganze 194 Kilometer. Damit blieb er um 32 Prozent hinter der WLTP-Reichweite zurück. Dennoch erzielte er mit einer real gemessenen Reichweite von 414 Kilometern ein solides Ergebnis.

Überraschend schlecht schnitt auch das Tesla Model 3 ab. Statt nach 629 km ging ihm bereits nach 441 km der Strom aus. Das sind 30 Prozent weniger. Tesla hatte in den vergangenen Jahren die Reichweitentests des NAF dominiert. Nun landete das Model 3 lediglich auf Platz 22.

Was ist WLTP?

Die Worldwide harmonized Light-vehicles Test Procedure (Weltweit einheitliches Leichtfahrzeug-Testverfahren) zur Verbrauchsmessung ersetzte das 26 Jahre alte Verfahren NEFZ. Er sollte die Autohersteller zu praxisnäheren Verbrauchsangaben zwingen.
Realistisch sind die Angaben trotzdem nicht, entgegnen Kritiker. Beispielsweise wird die Reichweite der Neuwagen bei exakt 23 Grad gemessen – obwohl wir meist ganz andere Temperaturen haben. Außerdem bleiben Heizung und Klimaanlage bei der Messung ausgeschaltet, was den Spritverbrauch senkt. Das haben die Autohersteller durchgesetzt – sie wirkten an der Gestaltung des neuen Testverfahrens aktiv mit.

Fünf Tipps für mehr Reichweite

Im Winter verringert sich die Reichweite von Elektroautos aus mehreren Gründen. Niedrige Temperaturen verlangsamen die chemischen Prozesse in der Batterie, wodurch die nutzbare Kapazität sinkt. Der Wechsel auf Winterreifen kann den Rollwiderstand und damit den Energieverbrauch während der Fahrt steigern. Außerdem erhöht die Heizung den Stromverbrauch. Mit ein paar Tricks kommt das Elektroauto auch im Winter weiter. Fünf einfache Tipps:

  • Kleine Felgen wählen: Größere Räder sehen zwar gut aus, verbrauchen aber mehr Energie. Ein Zoll weniger kann etwa eine Kilowattstunde auf 100 Kilometern einsparen.
  • Rekuperation nutzen: Beim Bremsen wandelt das E-Auto Bewegungsenergie in elektrischen Strom um, der zurück in die Batterie fließt. Die Einstellungen variieren je nach Fahrzeug.
  • Fuß vom Pedal: Viele E-Autos rekuperieren automatisch, wenn der Fuß vom Gas genommen wird. Die Stärke der Rekuperation lässt sich oft einstellen, je nach Modell.
  • Sparsam heizen: Die Heizung ist ein großer Energieverbraucher im E-Auto. Nutzen Sie daher eher die Sitz- und Lenkradheizung als die Raumluftheizung.
  • Kurzstrecken vermeiden: Insbesondere im Winter sollten Sie kurze Fahrten mit langen Standzeiten meiden, da dies die Batterie schnell entladen kann. Parken Sie das E-Auto über Nacht am besten in der Garage, um den Reichweitenverlust zu minimieren.
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