Kinderveranstaltung in Rathaus
Aufschrift auf Eis löst Fassungslosigkeit aus
Aktualisiert am 01.09.2026 – 13:36 UhrLesedauer: 2 Min.
„Saugen und lutschen erlaubt“: Bei einer Rathaus-Veranstaltung für Kinder wird 8- bis 13-Jährigen Eis mit anzüglichen Sprüchen angeboten.
In Wien schlagen die Wogen nach einem Skandal um sexualisierte Sprüche auf Eisverpackungen hoch. Bei einer Veranstaltung für Kinder im Wiener Rathaus wurde Wassereis mit teils schlüpfrigen Slogans auf der Verpackung verteilt. Unter anderem stand „Lutsch dein Ding“, „Saugen und Lutschen erlaubt“, „Nur hart macht’s Spaß“ oder „Lass die Zunge tanzen“ auf dem Eis.
Die Veranstaltung „Wienopolis“ fand in der gesamten vergangenen Woche statt. Dabei sollten 8- bis 13-Jährige selbst eine Kinderstadt verwalten und gestalten. Der Veranstalter räumte den Vorfall ein und bat um Entschuldigung. Das Eis kam demnach von der deutschen Firma Hitschler, die für sich als Hauptzielgruppe junge Erwachsene definiert hat. Die zweideutigen Penis-Witze druckt der Hersteller schon länger auf seine Wassereisverpackungen. In der Vergangenheit wurde bereits häufiger Kritik laut, unter anderem, weil für Eltern von außen nicht ersichtlich ist, welche Sprüche das Eis in der Verpackung trägt.
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In Wien fiel das Eis mit den sexualisierten Aufdrucken dem Veranstalter bereits am Anfang der „Wienopolis“-Woche auf. Eigener Auskunft zufolge wurden die Packungen zunächst konsequent aussortiert und zur Seite gelegt. Der entscheidende Fehler sei erst am Freitag geschehen, dem letzten Tag der Veranstaltung, berichtete die Zeitung „Heute“. Um Lebensmittel nicht wegwerfen zu müssen, seien alle während der Woche übrig gebliebenen Produkte in Boxen zusammengestellt und verteilt worden – darunter offenbar auch das zuvor aussortierte Eis.
Userinnen und User kritisieren „Schlammschlacht“
Politische Parteien versuchen jetzt, den Vorfall für sich zu nutzen. Die rechte FPÖ sprach von einem „Ekel-Skandal“, der im SPÖ-regierten Rathaus nicht „unter den roten Teppich“ gekehrt werden dürfe. Und das rechte Portal „Tichys Einblick“ behauptete, es sei eine „rotgrüne Pädogrenze“ überschritten worden – obwohl die Grünen in Wien gar nicht mitregieren.
