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Sport

Eklat in der Türkei: Präsident schlägt Schiedsrichter zu Boden

wochentlich.deBy wochentlich.de12 Dezember 2023Keine Kommentare3 Mins Read
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Eklat in der Türkei: Präsident schlägt Schiedsrichter zu Boden
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Nach einer gewalttätigen Attacke hat der türkische Verband den Spielbetrieb in der Süper Lig vorerst ausgesetzt. Die Hauptrolle spielte dabei ein Vereinspräsident.

Wüste Szenen im türkischen Fußball: Am Montagabend kam es nach dem Spiel in der Süper Lig zwischen Ankaragücü und Rizespor (1:1) zu einem Skandal. Schiedsrichter Halil Umut Meler wurde von mehreren Personen attackiert, darunter Ankaragücü-Präsident Faruk Koca.

Auf Bildern ist zu sehen, wie Koca dem Referee mit der Faust ins Gesicht schlug. Meler sank daraufhin zu Boden, während weitere Beteiligte auf ihn eintraten. Gegner Rizespor hatte in der siebten Minute der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich erzielt und offenbar Frust aufseiten der Heimmannschaft ausgelöst.

Meler wurde auf die Beine geholfen und vom Spielfeld eskortiert. Anschließend kam er zur Behandlung in ein Krankenhaus. Er hatte vom Schlag ein blaues Auge davongetragen. Dr. Mehmet Yorubulut, der Chefarzt des Krankenhauses, in dem Meler behandelt wurde, sagte: „Es besteht im Moment keine Lebensgefahr. Er hat nur eine Blutung um das linke Auge und eine kleine Fraktur.“

Und weiter: „Aufgrund des Kopftraumas werden wir unseren Schiedsrichter bis zum Morgen weiter beobachten. Wir werden ihn nach den notwendigen Untersuchungen am Morgen aus dem Krankenhaus entlassen.“ Auch Koca sei im Krankenhaus behandelt worden, wie der türkische Innenminister Ali Yerlikaya erklärte. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu wurden er und zwei weitere Verdächtige anschließend festgenommen.

Reaktionen auf die Attacke: „Sport ist mit Gewalt unvereinbar“

Der türkische Nationalspieler Umut Nayir (Fenerbahçe Istanbul) reagierte auf die Szenen und nahm das Thema ins Visier. In den sozialen Medien schrieb er: „Wir haben es mit einer Mentalität zu tun, die es für richtig hält, egal, was man dem Schiedsrichter sagt oder antut. Ihr habt den wehrlosesten Faktor des Fußballs mit eurem Druck Tag für Tag zerstört. Ihr bürdet ihnen die Last eurer Misserfolge auf. Schämt euch. Ich schäme mich für das, was Sie uns angetan haben.“

Auch der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan meldete sich nach dem Eklat zu Wort. „Sport bedeutet Frieden und Brüderlichkeit. Sport ist mit Gewalt unvereinbar. Wir werden niemals zulassen, dass es im türkischen Sport zu Gewalt kommt“, schrieb Erdoğan auf der Nachrichtenplattform X und wünschte dem Referee eine schnelle Genesung.

Der türkische Verband hat auf die Attacke reagiert und „härteste“ Strafen angekündigt sowie die Spiele in allen türkischen Ligen auf unbestimmte Zeit verschoben. „In Abstimmung mit unserem Staat wurden alle Strafverfahren, die sie verdienen, gegen die Verantwortlichen und Anstifter dieses unmenschlichen Angriffs eingeleitet. Der verantwortliche Klub, der Klubpräsident, seine Manager und alle Schuldigen, die Halil Umut Meler angegriffen haben, werden auf das Härteste bestraft“, teilte der Verband mit.

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