Zum zwölften Mal

Eisbären Berlin sind deutscher Eishockey-Meister

03.05.2026 – 19:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Berliner Jubel: Ty Ronning (2.v.l.) bejubelt das Tor zum 0:3 mit seinen Teamkollegen. (Quelle: Florian Wiegand)

Von Verletzungssorgen geplagt, nur als Sechster ins Titelrennen gestartet – und am Ende trotzdem Meister. Wie die Eisbären Berlin in Mannheim den letzten Schritt gemacht haben.

Die Eisbären Berlin haben gegen die Adler Mannheim ihren zweiten Matchpuck verwandelt und die zwölfte Meisterschaft in der Deutschen Eishockey Liga klargemacht. Der DEL-Rekordchampion gewann das fünfte Spiel der Serie auswärts mit 4:1 (1:0, 1:0, 2:1) und machte durch die Treffer von Doppeltorschütze Ty Ronning (20./44.), Liam Kirk (22.) und Eric Mik (58.) den entscheidenden letzten Schritt zur erneuten Titelverteidigung. Mannheim gelang kurz vor dem Ende nur noch der Ehrentreffer durch Marc Michaelis (59.).

Dabei galt diese Berliner Meisterschaft lange als die unwahrscheinlichste, denn im Verlauf der Saison hatte der Hauptstadtklub mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen. Dennoch qualifizierte er sich als Sechster für die Playoffs und behielt anschließend gegen die Straubing Tigers, den Hauptrunden-Ersten Kölner Haie und nun auch gegen die Adler die Oberhand.

Vor allem in den ersten drei Finalspielen gegen Mannheim spielten die Berliner ihre Qualitäten aus. Die Adler hofften nach dem 4:3 nach Verlängerung im vierten Duell zwar auf die historische Wende und das Ende der Titel-Sehnsucht. Doch auch in dieser Spielzeit bleibt es dabei: Einen 0:3-Serienrückstand konnte bislang noch kein Team in der DEL aufholen.

In einem intensiven Spiel hatten beide Mannschaften in der Anfangsphase Chancen – Berlin vor 13.600 Zuschauern mehr und die besseren. Doch es dauerte bis zur Schlussminute des ersten Drittels, ehe Ronning die gut 600 mitgereisten Eisbären-Fans erstmals jubeln ließ.

Der zweite Abschnitt hätte für die Gäste durch Kirks Tor kaum besser starten können. Auf der Gegenseite verpassten die Adler die schnelle Antwort, weil die letzte Genauigkeit im Passspiel fehlte und auch eine Überzahlsituation nicht genutzt werden konnte.

Einmal mehr stand mit Eisbären-Keeper Jonas Stettmer auch an diesem Nachmittag der beste Mann zwischen den Pfosten. Berlins Leistungsträger Manuel Wiederer bezeichnete die Leistung seines Schlussmanns als „überragend“ und fügte bei Magenta Sport hinzu, dass die Leidenschaft „der Weg zum Ziel“ sei.

Auch im Schlussabschnitt blieb Berlin seinem Spielstil treu und agierte abgezockt. Das 3:0 durch Ronning bedeutete die frühzeitige Entscheidung. Zwar gaben die Mannheimer nicht auf, nahmen sogar frühzeitig den Torwart vom Eis und bekamen einen Penalty zugesprochen. Doch es half nichts, wieder war Stettmer zur Stelle – außer beim 1:4 von Michaelis. Zuvor traf noch Mik ins leere Tor für die Eisbären. Das Warten der Adler auf ihre erste Meisterschaft seit 2019 geht somit weiter.

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