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Gesundheit

Einsamkeit: Psychische und körperliche Risiken

wochentlich.deBy wochentlich.de17 September 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Einsamkeit: Psychische und körperliche Risiken
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Depressionen, Herzinfarkt, Sterblichkeit

Diese gravierenden Folgen kann Einsamkeit haben


Aktualisiert am 17.09.2025 – 14:04 UhrLesedauer: 3 Min.

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Einsamkeit kann krank machen: Der Körper und die Psyche leiden unter Isolation. (Quelle: Marjan_Apostolovic/getty-images-bilder)

Das „Einsamkeitsbarometer“ zeigt, dass Einsamkeit in Deutschland ein großes Problem ist. Die körperlichen und psychischen Folgen können gravierend sein.

Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) hat am Donnerstag eine Studie vorgestellt, in der es um Einsamkeit in Deutschland geht. Für das „Einsamkeitsbarometer“ wurden Daten aus einem Zeitraum von 30 Jahren ausgewertet – und sie zeichnen ein düsteres Bild. Denn es sind zunehmend auch jüngere Menschen, die sich einsam fühlen.

Doch Einsamkeit ist nicht nur ein unangenehmes Gefühl – sie kann auch schwerwiegende psychische und körperliche Folgen haben. Einsamkeitsforscherin Maike Luhmann von der Ruhr-Universität Bochum erklärt, dass bei chronischer Einsamkeit dieselben Areale im Gehirn aktiviert werden wie bei Schmerz. Obwohl man wisse, dass mit Einsamkeit große Risiken einhergehen, gebe es bislang keine „keine klinische Diagnose im klassischen Sinne“ – also auch keine speziellen Therapien und Medikamente, so Luhmann.

Laut Eva Peters, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universität Gießen, sei der Körper bei Einsamkeit in einem dauerhaften Stresszustand, „da er sich in ständiger Alarmbereitschaft befindet“. Es fehle das soziale Umfeld als Puffer für mögliche Gefahrensituationen. Peters ergänzt, dass Einsamkeit ein Gefühl ist, das „in unseren Körpern und unseren Seelen“ nicht einprogrammiert ist. Der Mensch sei ein soziales Tier, das in Gruppen besonders gut funktioniere.

Auch die fehlende intellektuelle Stimulation, die oft mit Einsamkeit einhergeht, kann schwere Folgen haben. Wie Peters erklärt, verkümmert das Gehirn bei fehlender Interaktion wie ein unbenutzter Muskel: „Das kann der Beginn von Alzheimer und Demenz sein“. Depressionen, Schlaf- und Angststörungen und sogar suizidale Gedanken können ebenso mit Einsamkeit einhergehen.

Chronische Einsamkeit kann auch noch andere körperliche Folgen haben. So zeigt eine Studie vom Altersmediziner Johannes Pantel aus dem Jahr 2021, die sich mit den gesundheitlichen Risiken von Einsamkeit und sozialer Isolation im Alter beschäftigt, dass Einsamkeit das Auftreten vieler chronischer Erkrankungen im Alter erhöht und deren Prognose zugleich verschlechtert. Dazu zählen beispielsweise koronare Herzerkrankungen, Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Diabetes.

Auch das „Einsamkeitsbarometer“ greift dieses Thema auf. Daten aus diversen Studien, die in dem Bericht zitiert werden, zeichnen ein eindeutiges Bild. Demnach sei die Gesundheit von einsamkeitsbelasteten Menschen „unterdurchschnittlich“. So hatten im Jahr 2021 60,7 Prozent der Menschen mit erhöhten Einsamkeitsbelastungen eine unterdurchschnittliche körperliche Gesundheit.

Die Studie von Pantel beleuchtet auch noch eine weitere Folge von Einsamkeit und der damit einhergehenden Probleme. Ältere Menschen, die isoliert leben, haben eine reduzierte Lebenserwartung. Eine Metaanalyse von 148 einschlägigen Studien kam zu dem Ergebnis, dass die frühere Sterblichkeit sozial isolierter Personen um 50 Prozent erhöht ist.

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