Auch in Deutschland?
Ritter Sport: Comeback für ausgefallene Schoko-Sorte
24.06.2026 – 12:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Schokoladentafel ist in aller Munde, bevor sie überhaupt in den Ladenregalen steht. Die limitierte Kreation von Ritter Sport soll auch nach Deutschland kommen.
Vor zehn Jahren sorgte eine Sonderedition von Ritter Sport für einen regelrechten Hype. Nun kehrt die beliebte Einhorn-Schokolade zurück – wenn auch in leicht veränderter Form. Nicht alle Kunden sind begeistert.
Die „Unicorn“ wird in Dänemark, den Philippinen, Singapur, Thailand, Italien, den Niederlanden, Polen, Rumänien, der Ukraine und Kanada erhältlich sein, sagte Ritter Sport der „HNA“. Eine Mitarbeiterin des Nachrichtenportals berichtet aber, die Schokolade auch bereits in Deutschland entdeckt zu haben.
Auf Nachfrage des t-online-Schwesterportals watson stellte Ritter Sport klar: „In naher Zukunft ist geplant, die Sorte auch in Deutschland einzuführen.“ Gegenüber watson bestätigte Ritter Sport außerdem, dass es sich um eine limitierte Edition handelt, die nicht dauerhaft ins Sortiment aufgenommen wird.
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Ob die Schokolade erneut einen ähnlichen Hype auslösen kann wie 2016, als sie das erste Mal mit großem Erfolg verkauft wurde, bleibt abzuwarten. Laut Ritter Sport ist das Thema Einhorn jedenfalls weiterhin gefragt: „Wir haben aus vielen internationalen Märkten die Rückmeldung bekommen, dass das Thema ‚Einhorn‘ weiterhin große Resonanz in diversen Medien erzeugt. Das hat uns dazu bewogen, erneut eine Einhorn-Schokolade auf den Markt zu bringen.“
Kritik an geänderter Rezeptur
Nicht alle Fans zeigen sich mit der neuen Rezeptur zufrieden. 2016 war die „Unicorn“ eine dreischichtige weiße Schokolade. Diesmal kommt sie mit dem Aroma „Knuspriger Butterkeks und magische Erdbeercreme“ umhüllt von Vollmilchschokolade. Wie die „HNA“ berichtet, liegt der Erdbeeranteil der Sorte bei lediglich 0,9 Prozent. Sie sei kaum zu schmecken. Dennoch komme die Schokolade bei vielen Kunden gut an. Gelobt werden vor allem die Verpackung sowie die Kombination aus Butterkeks und Erdbeercreme.
Auch optisch unterscheidet sich die Neuauflage vom Original. Der auffällige Glitzer-Look ist verschwunden. Ritter Sport begründet das gegenüber watson so: „Mit der neuen Unicorn-Schokolade wollten wir den Look etwas zeitgemäßer und reduzierter gestalten – mit weniger Glitzer, aber genauso viel Geschmack.“
Ritter Sport muss sich rechtfertigen
Ritter Sport steht massiv in der Kritik, da das Familienunternehmen aus Waldenbuch seine Schokoladenexporte nach Russland auch während des Angriffskrieges der Russen auf die Ukraine fortführt. Der russische Markt macht etwa zehn Prozent des Gesamtumsatzes aus, verteidigte sich zuletzt Ritter-Sport-Chef Andreas Ronken. „Russland ist unser zweitgrößter Markt. Wenn wir da rausgegangen wären, hätten wir 200 Leute am Standort Waldenbuch freistellen müssen“, sagte Ronken. Der Krieg werde „nicht über Nahrungsmittelrestriktionen gewonnen“.
