Was ist heute in deutschen Bars im Vergleich zu 10 oder 20 Jahren unterschiedlich?
Der Grad der Kreativität hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Immer mehr Unternehmer wagen es, ihre eigenen Bars mit einer einzigartigen Wendung zu öffnen. Internationale Einflüsse sind äußerst wichtig geworden. Und Cocktailherstellung als Handwerk ist anspruchsvoller geworden: Sie können sich nicht einfach auf die Wirkung von Alkohol verlassen. Sie müssen eine Vielzahl von Aromen auf kreative Weise herausbringen. Zum Beispiel eröffnete ich vor einem Jahr eine weitere Bar mit einem Kollegen – „Zest und Gewürz“ – wo die Gäste Geschmack kombinieren können, die mit bestimmten Farben verbunden sind. Es geht nur um das sensorische Erlebnis. Insgesamt würde ich sagen, dass Deutschland jetzt eine der aufregendsten internationalen Barszenen hat, mit großen Hubs wie Köln, Frankfurt, Hamburg und Berlin, aber auch faszinierende kleinere Städte wie Bamberg.

Welche anderen Trends tauchen in der Szene auf?
Alkoholfreie Getränke und Cocktails mit relativ geringem Alkoholgehalt werden immer beliebter. Das passt gut zum Trend zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil, in dem hochwertige Zutaten gefragt sind, insbesondere aus asiatischen Ländern. Meine Geschäftspartner und ich bieten auch vorgemischte „Flaschencocktails“ für den Einzelhandelsmarkt an. Die Trinkkultur veränderte sich während der Covid-19-Pandemie signifikant. Die Leute genießen jetzt häufiger Cocktails zu Hause, und viele Unternehmensunternehmen, die aufgrund von Personalmangel ihre eigenen Barkeeper nicht einstellen können, nutzen diese fertigen Optionen.

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