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Einbürgerungen wohl auf neuem Rekord

wochentlich.deBy wochentlich.de23 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Einbürgerungen wohl auf neuem Rekord
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Deutscher Pass offenbar begehrt

Einbürgerungen wohl auf neuem Rekord

Aktualisiert am 23.05.2026 – 07:31 UhrLesedauer: 2 Min.

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Eine Einbürgerungsurkunde und ein deutscher Reisepass liegen auf einem Tisch: Mehr als 300.000 Menschen erhielten beides im vergangenen Jahr. (Quelle: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa/dpa-bilder)

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Der deutsche Pass ist begehrt wie nie zuvor. Und aus manchen Kommunen verlautet, dass ab dem kommenden Jahr noch eine neue Gruppe von Interessenten dazukommen könnte.

In Deutschland zeichnet sich ein neuer Einbürgerungsrekord ab: Nach Recherchen der „Welt am Sonntag“ („WamS“) erhielten im vergangenen Jahr mehr als 309.000 Menschen den deutschen Pass. Damit würde die Zahl über dem bundesweiten Rekordwert von knapp 292.000 Einbürgerungen im Jahr 2024 liegen.

Die Daten stammen der Zeitung zufolge aus 14 Bundesländern, nur Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt fehlen. Aus den Ländern Niedersachsen, dem Saarland und Schleswig-Holstein gibt es keine Gesamtzahlen, allerdings hätten fast alle Städte und Kreise dieser Länder ihre Einbürgerungsdaten auf Anfrage zur Verfügung gestellt. Teilweise handelt es sich noch um vorläufige Werte.

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Beantragen ab 2027 mehr Ukrainer den deutschen Pass?

Mehrere Kommunen berichten demnach, dass sie aktuell rückläufige Antragszahlen feststellen, allerdings bereiten sie sich schon auf den nächsten Einbürgerungsboom vor. Denn im kommenden Jahr dürften nach Einschätzung mehrerer Behörden zunehmend Ukrainer nach dem deutschen Pass streben.

„Da die erste große Fluchtwelle mit dem Beginn des Ukraine-Konflikts am 24.02.2022 einsetzte, erreichen die ersten Geflüchteten die notwendige fünfjährige Voraufenthaltszeit im Frühjahr 2027“, sagte ein Sprecher des Landkreises Aurich der Zeitung.

Ukrainische Geflüchtete kommen am Leipziger Hauptbahnhof an: Der Verein "Leipzig helps Ukraine" kümmert sich hier um die Erstversorgung.Vergrößern des Bildes
Ukrainische Geflüchtete kommen am Leipziger Hauptbahnhof an (Archivbild): Im Frühjahr 2027 erreichen die ersten Geflüchteten die notwendige Voraufenthaltszeit von fünf Jahren für einen deutschen Pass. (Quelle: Andre Lenthe/imago-images-bilder)

Im März 2027 laufe der bislang gewährte kollektive Schutzstatus aus. „Um Rechtssicherheit zu erlangen, nutzen dann vermutlich viele Geflüchtete die verkürzte Fünfjahresfrist zur Einbürgerung, die durch die neue Zulassung der doppelten Staatsbürgerschaft zusätzlich an Attraktivität gewonnen hat.“ Andere Kommunen rechnen demnach ebenfalls mit steigenden Antragszahlen, betonen allerdings, dass für Ukrainer aus dem aktuellen Schutzstatus heraus kein Rechtsanspruch auf Einbürgerung bestehe.

Einbürgerungen wurden erleichtert

Eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts war Mitte 2024 in Kraft getreten. Seither darf, wer Deutscher wird, grundsätzlich die bisherige Staatsangehörigkeit behalten. Zudem reichen als allgemeine Voraussetzung fünf statt bisher acht Jahre Aufenthalt in Deutschland. An diesen Änderungen hält die neue Bundesregierung fest.

Die Zahl von fast 292.000 Einbürgerungen im Jahr 2024 war ein Rekord seit Beginn der Statistik im Jahr 2000 und entsprach einem Anstieg von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Von den Eingebürgerten stammten 28 Prozent aus Syrien, gefolgt von Menschen aus der Türkei. Der Anstieg 2025 wäre nach den Zahlen der „WamS“ mit sechs Prozent deutlich geringer.

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