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You are at:Home»Lifestyle»„Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“: Herkunft des Ausdrucks
Lifestyle

„Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“: Herkunft des Ausdrucks

wochentlich.deBy wochentlich.de22 März 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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„Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“: Herkunft des Ausdrucks
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„Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“ – diesen Ausspruch haben Sie sicher schon einmal gehört? Doch woher kommt der Spruch? Wir klären auf.

Redewendungen haben sich fest in unserem Alltag etabliert. Doch manchmal wissen wir gar nicht, woher ein Ausspruch überhaupt kommt. So ergeht es vielen mit „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“. Der Satz geht auf einen englischen Orden zurück.

Im Original heißt der Satz „Honi soit qui mal y pense“. Das ist altfranzösisch und heißt übersetzt so viel wie „Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt“. Der Ausspruch ist das Motto des englischen Hosenbandordens – der höchsten Auszeichnung, die vom englischen Königshaus an ehrwürdige Personen verliehen wird.

König Edward III. von England soll den Ausspruch geprägt haben. Er wollte seinen Anspruch auf den französischen Thron verdeutlichen. Das Hosenband war im 15. Jahrhundert längst aus der Herrenmode gekommen und dennoch galt es als Symbol des Ordens. „Honi soit qui mal y pense“ drückte aus, dass niemand darüber zu urteilen habe.

Die heutige Übersetzung „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“ lehnt sich an die damalige Bedeutung an. Der Ausspruch wird ironisch verwendet, um auszudrücken, dass ein Kalkül hinter etwas vermutet wird. Ein Beispiel: „Kollegin Hofmeier hat dem Chef gerade schon wieder eine Tasse Kaffee gebracht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!“. Gemeint ist: Hinter der Kaffee-Aktion steckt noch mehr, vermutlich erhofft die Kollegin sich dadurch bessere Chancen im Job.

Während Schelm heute positiv besetzt ist und einen Spaßvogel bezeichnet, galt es früher als Schimpfwort. Ein Schelm war demnach ein unehrlicher Mensch, den man auch Schurken oder Betrüger nennen könnte.

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