„Brauchen neue Generation“

Haus & Grund fordert neue Eigentümer-Offensive


21.05.2026 – 04:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Kai H. Warnecke, Präsident von Haus & Grund: „Den Neubau in die Hände institutioneller Akteure zu legen, funktioniert schon seit sehr vielen Jahren nachweislich nicht mehr.“ (Quelle: IMAGO/Christian Spicker/imago)

Der Eigentümerverband drängt auf mehr Anreize für Käufer und Vermieter. Präsident Kai Warnecke attackiert zugleich staatliche Baupläne.

Kai Warnecke, Präsident des Eigentümerverbands Haus & Grund, fordert einen Kurswechsel beim Wohnungsbau. „Statt den Staat weiter aufzublähen, muss die Regierung Bürgerinnen und Bürger in die Lage versetzen, den dringend notwendigen Wohnraum zu bauen“, sagte Warnecke anlässlich des an diesem Donnerstag stattfindenden Zentralverbandstags. In einer Erklärung, die t-online vorliegt, legt der Verband einen 10-Punkte-Plan mit dem Titel „Neue Eigentumsrente“ vor.

So schlägt Haus & Grund etwa eine Befreiung von der Grunderwerbsteuer für Ersterwerber selbstgenutzter Immobilien, ein Bonus bei Erwerbsnebenkosten für unter 35-Jährige und Eigenkapitalersatzdarlehen für Selbstnutzer vor. Private Kleinvermieter sollen entlastet werden. Der Verband fordert etwa Steuerfreibeträge für Mieteinnahmen aus der ersten vermieteten Immobilie, Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer und eine erhöhte Sonderabschreibung.

Zehn-Punkte-Plan vorgelegt

Ziel sei es, mehr Menschen den Erwerb von Immobilieneigentum zu ermöglichen und zugleich den Neubau anzukurbeln. Der Verband sieht darin auch eine Stärkung der Altersvorsorge. „Wir brauchen in Deutschland nicht nur neue Wohnungen, sondern eine neue Generation von Immobilieneigentümern“, so Warnecke.

„Den Neubau in die Hände institutioneller Akteure zu legen, funktioniert schon seit sehr vielen Jahren nachweislich nicht mehr“, so Warnecke. „Eine Bundesbaugesellschaft wird daran nichts ändern“, sagte Warnecke mit Blick auf den Vorstoß von Finanzminister Lars Klingbeil und Bauministerin Verena Hubertz (beide SPD). Sie hatten angekündigt, eine solche Gesellschaft schaffen zu wollen.

Haus & Grund verweist darauf, dass Deutschland mit rund 42 Prozent eine der niedrigsten Eigentumsquoten in Europa habe. Besonders bei den 25- bis 45-Jährigen gehe die Quote seit Jahren zurück.

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