Im Rosenmontagszug
Karnevalsvereine setzen weniger Pferde ein
14.09.2026 – 12:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Zwei Kölner Karnevalsgesellschaften wollen künftig weniger Pferde im Rosenmontagszug einsetzen. Die Gründe dafür werden von PETA kritisiert.
Jahr für Jahr ist es ein strittiges Thema im Kölner Karneval: Pferde, beritten oder als Zugtier, im Rosenmontagszug. Viele sehen den Einsatz der Tiere im Zug mittlerweile kritisch, für andere gehören sie nach wie vor fest zum Brauchtum dazu. Umso überraschender ist die Nachricht, die die Ehrengarde der Stadt Köln und der Altstädter Köln 1922 e.V. am Freitag veröffentlichten: Beide Traditionsgesellschaften möchten künftig weniger Pferde im Rosenmontagszug einsetzen.
Als Grund nannten Sprecher beider Karnevalsgesellschaften Planungssicherheit. „Ausschlaggebend für die Umstellung waren vor allem die zunehmenden organisatorischen und sicherheitsbezogenen Anforderungen“, wie die Ehrengarde auf Anfrage der Kölner Lokalredaktion von t-online erklärte.
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Rosenmontagszug: Vereine wollen weniger Pferde einsetzen
Insbesondere bei kurzfristigen Sturm- oder Unwetterwarnungen sei eine verlässliche Planung zuletzt kaum noch möglich gewesen. Am vergangenen Rosenmontag mussten Pferde aufgrund der Wetterlage vorzeitig aus dem Zug genommen werden. „Ein kurzfristiger Wechsel auf motorisierte Zugfahrzeuge ist wegen der dafür notwendigen Umbauten an den Wagen nicht ohne Weiteres möglich“, so die Ehrengarde weiter. Dazu seien die Auflagen etwa hinsichtlich des zulässigen Ladegewichts gestiegen.
Ähnlich erklärte es auch ein Sprecher der Altstädter auf Nachfrage von t-online: „Ausschlaggebend für die Umstellung sind unter anderem logistische Gründe“. Sobald ein Pferdegespann vorzeitig aus dem Zug genommen werde, scheide damit auch die gesamte Kutsche aus. Für die mitfahrenden Gäste und Mitglieder ende die Teilnahme dann vorzeitig. Gleichzeitig stünde das auf der Kutsche mitgeführte Wurfmaterial für den weiteren Zugverlauf nicht mehr zur Verfügung.
Traktoren statt Pferde im Rosenmontagszug: „Keine grundsätzliche Abkehr vom Einsatz von Pferden“
Während die Altstädter bis 2028 schrittweise auf Traktoren oder vergleichbare Fahrzeuge als Zugfahrzeuge für ihre Kutschen umstellen, verzichtete die Ehrengarde sofort auf Pferde zum Ziehen von Kutschen. Die Zahl der eingesetzten Pferde reduziere sich damit bei den Altstädtern auf acht und bei der Ehrengarde auf zehn. Einzig die Mariechenkutsche der Altstädter werde auch weiterhin von zwei Pferden gezogen.
