Bei Netflix

Diese Nobelpreis-Adaption ist emotional packend


08.10.2026 – 18:15 UhrLesedauer: 3 Min.

Florence Pugh: In dieser Roman-Adaption spielt sie eine vielschichtige Frau. (Quelle: Geoffrey Short/Netflix)

Dieser preisgekrönte Roman von John Steinbeck erhält bei Netflix eine aufwendige Neuauflage. Mit einem hochkarätigen Ensemble wird die Miniserie zu einem Highlight.

Große Literatur, große Namen und ein zeitloser Stoff: Netflix bringt Steinbecks Klassiker *East of Eden* (dt. „Jenseits von Eden“) als siebenteilige Miniserie auf den Bildschirm. Hollywood-Stars prägen die Produktion vor und hinter der Kamera. Die Geschichte über Familie, Liebe, Schuld und die ewige Frage nach Gut und Böse wird dabei neu und tiefgründig interpretiert.

Darum geht es in „East of Eden“

Im Zentrum stehen die Brüder Adam (Christopher Abbott) und Charles Trask (Mike Faist), die unter ihrem strengen Vater aufwachsen und kaum unterschiedlicher sein könnten. Als die rätselhafte Cathy Ames (Florence Pugh) in ihr Leben tritt, gerät das Gleichgewicht zwischen den Brüdern ins Wanken. Liebe, Eifersucht und verdrängte Geheimnisse treiben die Familiensaga voran.

Die Handlung erstreckt sich über Jahrzehnte und schließt auch die nächste Generation der Trasks ein. Während Adam in Kalifornien ein neues Leben sucht, verfolgt Cathy ihre eigenen Pläne. Adams Söhne Cal (Joseph Zada) und Aron (Joe Anders) müssen sich schließlich mit der Vergangenheit ihrer Familie auseinandersetzen. Die zentrale Frage bleibt: Sind wir Gefangene unserer Herkunft, oder können wir unser Schicksal selbst bestimmen?

So sehenswert ist die Literatur-Verfilmung

„East of Eden“ beeindruckt vorwiegend durch sein Ensemble. Florence Pugh verleiht Cathy eine schwer greifbare Tiefe. Mike Faist und Christopher Abbott verkörpern die Brüder Charles und Adam mit intensiver Dynamik.

Auch visuell setzt die Produktion Maßstäbe. Weite Landschaften und detailreiche Ausstattung erwecken Steinbecks Kalifornien zum Leben – gedreht wurde allerdings in Neuseeland. Für das Setdesign zeichnete Oscar-Preisträger Grant Major verantwortlich, bekannt durch „Der Herr der Ringe“ und „The Power of the Dog“.

Zoe Kazan, die das Drehbuch schrieb, erzählt den über 600 Seiten langen Roman umfassender als frühere Adaptionen. Damit hebt sich die Serie deutlich von der berühmten Verfilmung von 1955 mit James Dean ab. Besonders Cathy rückt stärker in den Fokus, wodurch die Geschichte eine moderne Perspektive auf Herkunft, Freiheit und die Frage nach dem eigenen Schicksal erhält.

Auch bei den Zuschauern kommt die Serie gut an: Bei der internationalen Filmdatenbank „IMDb“ erreicht „East of Eden“ derzeit 8,1 von 10 Punkten, beim Bewertungsportal „Rotten Tomatoes“ liegt die Kritikerwertung bei 87 Prozent, die Publikumswertung bei 83 Prozent positiver Zustimmung.

Seit Donnerstag, 1. Oktober, ist „East of Eden“ bei Netflix im Abo verfügbar.

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Ein Literaturklassiker bekommt eine neue Perspektive

Zoe Kazan kennt „Jenseits von Eden“ seit ihrer Jugend. Ihr Großvater Elia Kazan inszenierte die Verfilmung von 1955, die in ihrer Familie stets präsent war. Für Netflix schrieb sie alle sieben Folgen und arbeitete als Serienmacherin mit Jeb Stuart zusammen.

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