Hitzeglocke über Süddeutschland
Bis zu 38 Grad: München steht vor extrem heißen Tagen
22.06.2026 – 03:45 UhrLesedauer: 4 Min.
Der DWD warnt München erneut vor starker Wärmebelastung. Warum die Hitzewelle in den kommenden Tagen sogar noch gefährlicher werden könnte.
Ganz München stöhnt unter einer anhaltenden Hitzewelle: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die bayerische Landeshauptstadt eine amtliche Warnung vor Hitze herausgegeben, die noch bis Dienstag, 0 Uhr, gilt. Der heutige Montag ist bereits der dritte Tag der Warnsituation in Folge – und die Prognosen lassen für die kommende Woche kaum Entspannung erkennen.
Besonders belastend ist die Situation im dicht bebauten Stadtgebiet. Dort speichern Asphalt, Beton und Gebäude die Wärme des Tages und geben sie nachts nur langsam wieder ab. Die Folge: Die nächtliche Abkühlung fällt deutlich geringer aus als im Umland, was den Körper dauerhaft unter Stress setzt. Der DWD weist ausdrücklich darauf hin, dass Hitzebelastung für den menschlichen Körper gefährlich werden und zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen führen kann. Die Empfehlung der Meteorologen: Hitze nach Möglichkeit meiden, ausreichend Wasser trinken und Innenräume kühl halten.
Montag Sonne satt – aber Gewittergefahr ab Mittag
Der Montag zeigt sich in München überwiegend sonnig. Die Temperaturen klettern auf bis zu 31 Grad, gefühlt sogar bis zu 34 Grad. In anderen Teilen Südbayerns werden regional bis zu 36 Grad erreicht. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nordost – Abkühlung bringt er keine.
Ab dem Mittag steigt die Gewittergefahr jedoch deutlich an. Laut DWD ist in den Alpen und im Bayerwald mit erheblicher, sonst mit mäßiger Gewittergefahr zu rechnen. Dabei drohen Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagel sowie stürmische Böen um 70 km/h. Vereinzelt sind eng begrenzte Unwetter mit Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter, Hagel um 3 Zentimeter Durchmesser und schweren Sturmböen um 90 km/h nicht ausgeschlossen. Die kritischen Stunden beginnen zur Mittagszeit und ziehen sich bis in die Abendstunden.
Dienstag und Mittwoch: Kaum Pause, ähnliches Muster
In der Nacht zum Dienstag klingt die Gewitterneigung rasch ab, die Wolken lockern auf. Die Temperaturen gehen auf 14 bis 19 Grad zurück. Eine echte Erholung ist das jedoch nicht – der menschliche Körper braucht für eine vollständige Regeneration deutlich kühlere Nächte.
Der Dienstag wiederholt das Muster des heutigen Tages. Erneut viel Sonne, erneut Hitze: Der DWD erwartet für Südbayern Höchstwerte zwischen 30 und 35 Grad. Am Nachmittag steigt das Schauer- und Gewitterrisiko wieder an, bevorzugt im Bergland. In Gewitternähe sind Sturmböen möglich. Die Nacht zum Mittwoch bringt rasch abklingende Schauer, danach meist gering bewölkten Himmel bei Tiefstwerten zwischen 14 und 19 Grad.
Am Donnerstag zwischen 32 und 38 Grad erwartet
Der Mittwoch präsentiert sich laut DWD mit ausgiebigem Sonnenschein. Wahrscheinlich bleibt es gewitterfrei. Die Temperaturen erreichen 31 Grad im Bergland, an der Donau bis zu 36 Grad. Der Wind weht schwach aus nördlichen Richtungen.
Am Donnerstag setzt sich das Hochsommerwetter fort: viel Sonne, voraussichtlich gewitterfrei, und Höchstwerte zwischen 32 und 38 Grad. Damit dürfte es der heißeste Tag der Woche werden. Abkühlung gibt es in den Bergen: In 2.000 Metern Höhe werden 20 Grad erwartet, in 3.000 Metern immerhin noch 14 Grad.
