Handelt es sich um Sprengstoff?

Verdächtiges Material nahe abgestürzter Drohne entdeckt

22.09.2026 – 18:59 UhrLesedauer: 1 Min.

Polizisten und Polizistinnen suchen bei Wunstorf in der Region Hannover nach Drohnenteilen: Eine Verbindung zum Drohnenvorfall in Leipzig wird geprüft. (Quelle: str)

Nach dem versuchten Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig/Halle prüfen Ermittler eine mögliche Verbindung zu einem Fund bei Wunstorf. Nahe der dort abgestürzten Drohne soll verdächtiges Material entdeckt worden sein.

Eine in Niedersachsen gefundene Drohne rückt in den Fokus der Ermittlungen zum versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle. Wie der Rechercheverbund aus „Süddeutscher Zeitung“, NDR und WDR berichtet, stießen Beamte wenige Meter von der Fundstelle bei Wunstorf auf verdächtiges Material. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handeln könnte.

Die Drohne war vergangene Woche nahe dem Bundeswehr-Fliegerhorst Wunstorf gefunden worden. Dort ist die A400M-Transportflotte stationiert. Die Bundesanwaltschaft prüft einen Zusammenhang mit einer Sprengstoffdrohne, die Anfang August in der Nähe ukrainischer Frachtflugzeuge am Flughafen Leipzig/Halle entdeckt worden war.

Auffällige Parallelen zum Leipziger Drohnenfund

Nach früheren NDR-Informationen handelt es sich bei beiden Funden um dasselbe Drohnenmodell. Die Bauweise soll nicht frei auf dem Markt erhältlich sein; ein Bauteil stamme offenbar aus einem 3D-Drucker.

Die bei Wunstorf gefundene Drohne könnte allerdings bereits seit längerer Zeit, möglicherweise sogar seit zwei Jahren, dort gelegen haben. Die Bundesanwaltschaft äußerte sich mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht zu den Einzelheiten. Der Fund war dem Rechercheverbund zufolge am Dienstag auch Thema bei einer Sicherheitsbesprechung im Kanzleramt.

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