Zwei Themen drängen

Umfrage: Das sind die Sorgen der Frankfurter


Aktualisiert am 29.04.2026 – 07:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Passanten auf der Freßgass in der Frankfurter Innenstadt (Archivbild): Eine neue Umfrage zeigt, wie zufrieden Frankfurter mit verschiedenen Aspekten des Lebens in der Stadt sind. (Quelle: imago)

Wie zufrieden sind Frankfurter mit dem Leben in ihrer Stadt? Eine neue Umfrage gibt darüber Auskunft. Dabei zeigt sich auch, wo es noch Luft nach oben gibt.

Vier von fünf Frankfurtern leben gerne in ihrer Stadt. Dieses Bild zeigt auch die aktuelle Umfrage „Leben in Frankfurt 2025“, die die Stadt jetzt vorgestellt hat. Die Zufriedenheit bleibe damit auf einem hohen Niveau, auch im Vergleich zu den vergangenen Jahren.

Der Anteil derjenigen, die besonders zufrieden sind, ist im Vergleich zu 2021 leicht gesunken. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass sich einige Probleme über Jahre hinweg festgesetzt haben.

Wohnen bleibt größtes Problem

Mit Abstand am häufigsten nennen die Befragten den Wohnungsmarkt als größte Herausforderung. 21 Prozent sehen teuren Wohnraum als zentrales Problem. Eine spürbare Verbesserung ist im Fünf-Jahres-Vergleich nicht erkennbar.

Deutlich stärker in den Fokus gerückt sind zwei andere Themen: Sauberkeit und Drogen. 15 Prozent der Befragten nennen mangelnde Sauberkeit als Problem; ein Anstieg um sechs Prozentpunkte seit 2021. Noch deutlicher ist die Entwicklung beim Thema Drogen: Hier hat sich der Anteil der Nennungen innerhalb von fünf Jahren von sieben auf 14 Prozent verdoppelt.

Zwei Polizisten an der Kaiserstraße im Bahnhofsviertel (Archivbild): Luft nach oben gibt es laut der Umfrage beim Sicherheitsempfinden der Frankfurter. (Quelle: Andreas Arnold/dpa/dpa-bilder)

Sicherheitsgefühl: Viele sehen Probleme

Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Sicherheitsgefühl wider. Für die gesamte Stadt fällt die Bewertung eher kritisch aus. Nur 27 Prozent der Befragten bewerten die öffentliche Sicherheit als gut oder sehr gut.

Demgegenüber stehen 39 Prozent, die die Sicherheitslage als eher schlecht oder sehr schlecht einschätzen. Ein weiteres Drittel ist unentschieden.

Eigenes Viertel wird deutlich positiver gesehen

Anders fällt die Einschätzung im direkten Wohnumfeld aus. Hier bewerten 45 Prozent die Sicherheit als gut oder sehr gut, während nur 27 Prozent sie negativ sehen.

Die eigene Nachbarschaft wird damit deutlich positiver wahrgenommen als die Stadt insgesamt. Das deutet darauf hin, dass viele Menschen Probleme eher in bestimmten Teilen Frankfurts verorten und nicht unbedingt vor ihrer eigenen Haustür.

Langfristige Daten liefern Einblicke

Die Umfrage wurde zwischen Mai und August 2025 durchgeführt. Rund 27.500 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger wurden angeschrieben, mehr als 8.100 nahmen teil. Die Rücklaufquote lag bei 31,7 Prozent.

Nach Angaben der Stadt erlaubt die Erhebung inzwischen belastbare Vergleiche über mehrere Jahre hinweg. Dadurch lässt sich genauer nachvollziehen, wo sich die Wahrnehmung verbessert – und wo Probleme bestehen bleiben.

Weitere Themen hat die Umfrage ebenfalls abgefragt. Dazu zählen etwa die Wohnsituation der Befragten, ihre Zufriedenheit mit der Stadtverwaltung sowie Einschätzungen zu Infrastruktur und Verkehr. Die Ergebnisse zeigen damit ein breites Bild davon, wie die Menschen ihren Alltag in Frankfurt bewerten. Die detaillierten Resultate sind im Statistikportal der Stadt abrufbar.

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