Chris Rea ist tot
Er kämpfte jahrzehntelang gegen die schwersten Krankheiten
22.12.2025 – 17:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Sein Hit „Driving Home for Christmas“ machte ihn weltberühmt, doch Chris Rea kämpfte seit Jahren gegen lebensbedrohliche Krankheiten. Nun ist der britische Sänger tot.
Doch fest steht: Rea war schwer krank. Über Jahrzehnte hinweg litt er an ernsten Erkrankungen: Bauchspeicheldrüsenkrebs, eine lebensbedrohliche Peritonitis und ein späterer Schlaganfall hatten seinen Körper zunehmend geschwächt.
Als Chris Rea im Jahr 2000 die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs erhielt, veränderte sich sein Leben schlagartig. Die Erkrankung zählt zu den aggressivsten und tückischsten Krebsformen – oft lange unentdeckt, häufig mit schlechter Prognose. Rea war gerade einmal Anfang 40, als man bei ihm einen Tumor in der Bauchspeicheldrüse entdeckte.
Die Behandlung war radikal: In einer komplizierten Whipple-Operation (medizinisch: Duodenopankreatektomie) wurden ihm die Bauchspeicheldrüse, Teile des Dünndarms (Zwölffingerdarm), der halbe Magen sowie die Gallenblase entfernt. In einem Interview mit „The Guardian“ sagte er rückblickend: „Letztes Jahr wäre ich fast gestorben … die Operation hat nur eine Überlebensrate von etwa 30 Prozent.“
Rea verbrachte über ein halbes Jahr im Krankenhaus und musste insgesamt neun größere Operationen über sich ergehen lassen. Die körperlichen Folgen waren massiv: Gewichtsverlust, chronische Verdauungsprobleme und Insulinpflicht gehörten fortan zu seinem Alltag. Er selbst erzählte in Interviews, er habe Diabetes-Typ-1 und zeitweise bis zu 34 Tabletten pro Tag eingenommen – als direkte Folge der Entfernung seiner Bauchspeicheldrüse.
In den Jahren nach dem Eingriff entwickelte Rea zusätzlich eine Peritonitis. Das ist eine akute Bauchfellentzündung, die häufig nach Darmoperationen oder bei Infektionen im Bauchraum auftritt. Die Entzündung des empfindlichen Bauchfells ist ein absoluter medizinischer Notfall und kann innerhalb kürzester Zeit zum Kreislaufversagen führen. Rea überlebte auch diese Komplikation, doch sein Gesundheitszustand blieb fragil.
Im Jahr 2016 erlitt Rea einen schweren Schlaganfall, der ihm zeitweise die Fähigkeit nahm, zu sprechen und sich sicher zu bewegen. Auch das Gitarrespielen, das ihn über Jahrzehnte begleitet hatte, war plötzlich nicht mehr möglich. Er kämpfte sich durch eine lange Rehabilitationsphase zurück, doch das Gleichgewicht und die Feinmotorik blieben dauerhaft beeinträchtigt.
Die Summe der Eingriffe und Erkrankungen hinterließ bei Rea einen Körper, der unter Dauerbelastung stand. In Interviews sprach er offen über die Angst vor Rückfällen, die medikamentöse Abhängigkeit und die ständige ärztliche Überwachung. Nach all den Jahren des Kämpfens hat Reas Körper nun die Kraft verlassen.
