Tipp für Dresdner

Pracht an der Elbe: Diese Stadt ist eine wahre Renaissance-Perle


Aktualisiert am 17.09.2026 – 05:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Torgau in Sachsen (Archibild): Die Stadt hat Dutzende Renaissance-Bauten zu bieten. (Quelle: Sergey Dzyuba)

Hunderte Denkmäler, ein imposantes Schloss und Reformationsgeschichte: Torgau hat mehr zu bieten, als viele ahnen. Warum sich der Ausflug ab Dresden lohnt.

Torgau in Nordsachsen gehört zu den wenigen deutschen Städten, in denen Renaissance-Architektur bis heute so gut erhalten ist. Als einstige Residenz der sächsischen Kurfürsten nahm die Stadt eine zentrale politische Rolle ein und wurde zugleich zu einem wichtigen Schauplatz der Reformation.

Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt datiert auf das Jahr 973. Bis heute gibt es in Torgau zahlreiche Bauten aus dem späten Mittelalter und der frühen Neuzeit. Inzwischen leben rund 19.000 Menschen in der Stadt.

Ausflug ab Dresden: „Großer Wendelstein“ ist kunstvoll verziert

In der Altstadt Torgaus lassen sich demnach rund 500 denkmalgeschützte Gebäude entdecken. Besonders eindrucksvoll steht Schloss Hartenfels am Flussufer der Elbe – ein Renaissancebau, der zwischen 1533 und 1544 entstand. Im Innenhof steht der kunstvoll gearbeitete „Große Wendelstein“ aus dem 16. Jahrhundert.

Die filigrane Wendeltreppe ist weltweit einzigartig, gilt als architektonisches Meisterwerk und ist bis heute öffentlich zugänglich. Am Fuße der Treppe gibt es etwas versteckt ein Relief zu entdecken. Die Darstellung zeigt die biblische Gestalt Samson, dem die Figur Delilah im Schlaf die Haare schneidet und damit die Kampfkraft raubt.

Schloss Hartenfels (Archivbild): An der Treppe „Großer Wendelstein“ verstecken sich Kunstwerke. (Quelle: Sylvio Dittrich via www.imago-images.de)

Historische Persönlichkeiten liegen in Torgau begraben

Die Schlosskapelle von Schloss Hartenfels gilt als bedeutender Ort der Reformation: 1544 predigte Martin Luther hier zur Einweihung des protestantischen Kirchenbaus. Im 16.  Jahrhundert entwickelte sich Torgau zu einem Zentrum der lutherischen Bewegung. Luther und seine Frau Katharina von Bora weilten mehrfach in der Stadt. Sie starb 1552 in Torgau.

Ihr Grab ist bis heute in der Stadtkirche erhalten. Auch die spätgotische Hallenkirche St. Marien erzählt von der religiösen Vergangenheit der Stadt – mit kunstvoll gestalteten Grabstätten und Werken wie den „Vierzehn Nothelfern“ von Lucas Cranach.

Die Altstadt von Torgau (Archivbild): Der Turm der St. Marienkirche ragt über die Dächer. (Quelle: Gabriele Hanke)

Wanderungen durch Stadt und Land

Die Torgauer Innenstadt beeindruckt mit zahlreichen erhaltenen Baudenkmälern. Wer tiefer in die Stadtgeschichte eintauchen möchte, wird im Stadt- und Kulturgeschichtlichen Museum fündig. Ein angeschlossener Museumspfad führt zu mehreren fußläufig erreichbaren Stationen, an denen historische Gebäude mit kleinen Ausstellungen und Originalexponaten Einblicke in Torgaus Vergangenheit geben.

Die Eintrittspreise variieren, liegen jedoch pro Station meist bei drei bis vier Euro, Kombitickets können auch erworben werden.

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