Bei Trendsportart verunglückt
Kanal wird drei Freunden zum Verhängnis
25.06.2026 – 18:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Drei junge Männer machen einen Ausflug mit ihren Stand-up-Paddles – und kehren nicht zurück. Jetzt bestätigen sich die schlimmsten Befürchtungen.
Bei einem schweren Unglück in einem Kanal in Niederösterreich sind drei Männer ums Leben gekommen. Die Leichen wurden am Donnerstag entdeckt und geborgen, wie mehrere österreichische Medien berichteten. Nach den Männern wurde gesucht, nachdem sie am Vortag einen Ausflug mit Stand-up-Paddles unternommen hatten. Entdeckt wurden die leblosen Körper im Marchfeldkanal nahe der Hauptstadt Wien.
Die Mutter eines 27-Jährigen hatte ihren Sohn am Mittwoch als vermisst gemeldet. Daraufhin rückte die Polizei mit einem größeren Aufgebot aus. Im Bereich einer Wehranlage in Gerasdorf wurden zunächst die Sportgeräte und persönliche Gegenstände der Vermissten gefunden. Die Polizei geht derzeit von einem Unfall aus, wie ein Sprecher der Nachrichtenagentur APA sagte. Neben dem 27 Jahre alten Todesopfer sei auch ein 28-jähriger Mann identifiziert worden, hieß es. Die Identität des dritten Mannes sei noch unklar.
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Österreich: Betreiber warnt vor Kanaldurchfahrt
Auch zur möglichen Ursache des Unglücks gibt es erste Informationen. Laut der Zeitung „Heute“ halten es die Ermittler für wahrscheinlich, dass die drei Männer in eine Wehranlage geraten und dort in einem Wasserstrudel ertrunken sein könnten. Der Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft, Franz Steiner, sagte „Heute“: „Wir wissen noch nicht, ob die Männer wirklich bei der Wehranlage ertrunken sind. Es gibt dort aber einen sogenannten Überfall, einen Sprung von einem Meter, wo eine regelrechte Wasserwalze entsteht.“ Steiner warnte: „Diese Walze in der Wehranlage ist lebensgefährlich, das ist wie ein Strudel, der einen einsaugt. Im System fließen 5.000 Liter in einer Sekunde durch. Da kommt man kaum wieder heraus.“

Die Stelle sei durch ein Seil und ein Hinweisschild für Paddler abgesperrt, so Steiner. Man müsse mutwillig an dem Schild vorbei paddeln, um zur Wehranlage zu gelangen. Auf der Webseite der Betreibergesellschaft wurde am Donnerstag ein Beitrag veröffentlicht, in dem explizit vor dem Durchfahren der Wehranlagen gewarnt wird. „Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal keine Haftung für etwaige Verunfallungen bzw. Sachschäden übernimmt“, hieß es.
Beim Stand-up-Paddling (SUP) steht man auf einem breiten, schwimmfähigen Board und bewegt sich mit einem langen Paddel auf dem Wasser. SUP ist inzwischen weltweit verbreitet. An vielen Gewässern können SUP-Boards gemietet werden.
