Diesmal wird etwas anders

Dritte Hitzewelle rollt – aber wie heftig wird sie?


Aktualisiert am 08.07.2026 – 17:17 UhrLesedauer: 3 Min.

Karte zeigt die Schichtdicke und Luftdruck auf Meereshöhe: Das Hochdruckgebiet (Pink markiert) zieht aus Frankreich nach Deutschland und bringt die nächste Hitzewelle mit sich.

Schichtdicke und Luftdruck: Das Hochdruckgebiet (in Pink) zieht aus Frankreich nach Deutschland und bringt die nächste Hitzewelle mit sich. (Quelle: ECMWF)

Kommt jetzt die nächste Extremhitze? Ein Wetterexperte erklärt, wann die nächste Hitzewelle Deutschland erfasst, weshalb sie sich von der Junihitze unterscheidet und wie heiß sie ausfallen wird.

Die Wetterlage in Deutschland stellt sich zur zweiten Julidekade grundlegend um. Das Tief, das derzeit das Wetter im Osten und Norden des Landes bestimmt, zieht nach Osteuropa ab, während sich das Azorenhoch immer weiter nach Mitteleuropa ausdehnt.

Der Meteorologe Özden Terli erklärt das Wettergeschehen für t-online: „Nach dem Durchzug des Sturmtiefs über Südskandinavien in Richtung Baltikum endet die derzeitige kühle und wechselhafte Wetterphase. Anschließend setzt sich ein Hochdruckgebiet durch, das die Temperaturen wieder deutlich ansteigen lässt.“

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Die heißeste Luft verbleibe zunächst zwar über Frankreich, die Hitze halte jedoch zum Wochenende auch in Deutschland Einzug. „Nach derzeitigem Stand deutet vieles auf eine sogenannte Omega-Lage hin. Die großen Wettermodelle stimmen derzeit weitgehend darin überein, dass sich diese Lage etabliert und mindestens bis Anfang oder Mitte der kommenden Woche bestehen bleibt“, erläutert der Wetterexperte des ZDF.

Während der Juni-Hitzewelle war in Nürnberg der Straßenbelag an mehreren Stellen aufgeweicht, sodass der Straßenbahnbetrieb vorübergehend eingestellt werden musste. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)

Hitze setzt vor allem dem Südwesten zu

Bereits am Donnerstag klingt die Niederschlagsaktivität im Norden und Osten Deutschlands weitgehend ab. Vielerorts ist dann mit der maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen.

Mit dem Sonnenschein steigen auch die Temperaturen. Bis zum Samstag klettern die Höchstwerte vielerorts auf 25 bis 30 Grad. Im Westen und Südwesten wird es deutlich heißer. Dort sind örtlich bis zu 34 Grad möglich. Einige Modellrechnungen sehen in der Spitze sogar Werte zwischen 37 und 39 Grad.

Die Temperaturprognose für den 15. Juli nach einem Lauf des ECMWF-Wettermodells. (Quelle: meteociel.fr/ECMWF)

Neue Hitzewelle unterscheidet sich von der Junihitze

Nach den Berechnungen des europäischen Wettermodells bleibt das Hoch mindestens bis zum 18. Juli wetterbestimmend. Während im Osten einzelne kurze Gewitterschauer nicht ausgeschlossen werden können, dominiert im Rest Deutschlands sonniges und trockenes Sommerwetter.

Im Unterschied zu der vergangenen Hitzewelle soll aber die Luft zunächst vergleichsweise trocken bleiben. Die Taupunkte liegen überwiegend in einem angenehmen Bereich, sodass die Hitze weniger belastend empfunden werden dürfte als bei schwülwarmer Witterung.

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