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You are at:Home»Politik»DIW-Chef Marcel Fratzscher fordert Rente mit 70
Politik

DIW-Chef Marcel Fratzscher fordert Rente mit 70

wochentlich.deBy wochentlich.de17 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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DIW-Chef Marcel Fratzscher fordert Rente mit 70
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Reformdebatte im Bund

Ökonom Fratzscher: „Rente mit 70 wird kommen“

Aktualisiert am 17.05.2026 – 03:53 UhrLesedauer: 2 Min.

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Marcel Fratzscher plädiert für ein höheres Renteneintrittsalter. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

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Im Sommer wird der Bericht der Rentenkommission erwartet. Ein Ökonom prescht jetzt mit einer radikalen Forderung vor.

Der Wirtschaftsforscher Marcel Fratzscher hat sich für ein Rentenalter mit 70 ausgesprochen. „Die Rente mit 70 wird kommen“, sagte Fratzscher der Zeitung „Die Welt“.

Derzeit diskutiert die schwarz-rote Bundesregierung von Kanzler Friederich Merz (CDU) neben Reformen in der Gesundheits- und Pflegepolitik auch Änderungen in der Rentenpolitik. Hier wurde zum Jahreswechsel eine Kommission eingesetzt. Ihr Bericht wird für Juli erwartet. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) beharrte am Samstag auf umfassenden Reformen. „Wir können nicht länger zuwarten. Denn je länger wir für Reformen benötigen, umso komplexer wird die Problemlage, die es zu lösen gilt“, sagte er dem Magazin „Stern“. Der CDU-Politiker weiter: „Stückwerk bringt uns nicht weiter. Wir dürfen nicht mehr bloß an den Instrumenten herumbasteln: Wir brauchen einen neuen Instrumentenkasten.“

  • Bundesregierung: Folgt der Sommer der Reformen?
  • „Kampf um Rechtsstaat“: AfD plant Radikal-Umbau in Sachsen-Anhalt

Fratzscher, Chef des renommierten Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) mit Sitz in Berlin, sagte zur Rente mit 70: „Andere Länder wie Dänemark machen es vor. Und Beispiele wie Japan zeigen: Längeres Arbeiten muss weder krank noch unglücklich machen, auch über 67 oder 70 Jahre hinaus. Wichtig ist, dass Menschen auch freiwillig länger arbeiten können – und nicht durch starre Regeln daran gehindert werden.“

Fratzscher, 55, ist seit 2013 Chef des DIW. Im Interview mit t-online schlug er zuletzt den Verkauf der deutschen Goldreserven vor. „Die deutschen Goldreserven haben einen Wert von heute knapp 440 Milliarden Euro. Das ist ein riesiges Sparschwein für Krisen“, so der Ökonom.

Die Bundesregierung hatte sich Ende des vergangenen Jahres erst nach heftigen Widerständen aus der Jungen Gruppe der Unions-Fraktion auf korrigierende Maßnahmen zur Rente verständigt.

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