In nur vier Stunden

Direktzug von Köln nach London geplant – Gespräche laufen


02.06.2026 – 14:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Zug der Gesellschaft Eurostar fährt aus dem Kölner Hauptbahnhof aus (Symbolbild): Der Betreiber verbindet bereits jetzt Köln mit Paris oder Brüssel. Für eine Fahrt nach London ist allerdings ein Umstieg nötig. (Quelle: IMAGO/Arne Amberg/imago)

Die Pläne für eine neue Zugverbindung zwischen dem Kölner Hauptbahnhof und London laufen. Doch vor einer Umsetzung stehen noch große Hürden.

Ein neuer Direktzug soll in den kommenden Jahren Köln mit der britischen Hauptstadt London verbinden. So sehen zumindest die Pläne der KölnBusiness aus, die nun erstmals mit zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft und Politik über die mögliche Umsetzung gesprochen hat. Die neue Verbindung soll Reisende ohne den bisher nötigen Umstieg in Paris oder Brüssel direkt nach London bringen.

Nach ersten Schätzungen würde sich die Reisezeit dadurch von fünfeinhalb bis sechs Stunden auf vier verkürzen. Als Vorbild soll die seit 2007 bestehende Verbindung zwischen London und Paris dienen. Die Verantwortlichen wollen durch das neue Angebot die Reisezeiten zwischen beiden Metropolen verkürzen und neben dem Tourismus auch Pendler aus der Wirtschaft anlocken.

Köln Hauptbahnhof: Neuer Direktzug nach London soll kommen

Im Vorfeld der Gespräche hatte das Frankfurter Beratungsinstitut OCO Global die Strecke Paris-London untersucht und kommt auf durchweg positive Ergebnisse: So sei das Handelsvolumen zwischen Großbritannien und Europa in den ersten zehn Jahren nach der Eröffnung um durchschnittlich 208 Millionen Euro gestiegen. Zudem seien rund 3.600 Jobs im touristischen Umfeld entstanden.

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Dr. Manfred Janssen, Geschäftsführer von KölnBusiness, sagte im Rahmen der Gespräche: „Je besser Metropolen miteinander verbunden sind, desto leichter kommen Menschen, Ideen und Unternehmen zusammen. Gerade für eine Stadt wie Köln […] bietet eine direkte Schnellzugverbindung nach London deshalb viele Chancen.“ Alle Beteiligten, darunter auch Vertreter der Deutschen Bahn und Eurostar, seien sich einig gewesen, dass die Hochgeschwindigkeitsstrecke realisiert werden soll.

In vier Stunden: Hochgeschwindigkeitszug soll London und Köln verbinden

Neben Wirtschaftsvertretern waren auch Mitarbeiter des britischen Verkehrsministeriums und des Betreibers des Eurotunnels anwesend. Roseanna Watson, britische Generalkonsulin in Düsseldorf, erklärte nach den Gesprächen: „Dass heute so viele Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Infrastruktur in Köln zusammenkommen, zeigt, wie groß die gemeinsame Entschlossenheit ist, dieses Projekt Realität werden zu lassen.“

Um die Strecke zu realisieren, wären allerdings einige Umbauarbeiten notwendig. So müssten die Verantwortlichen einen Bereich schaffen, der Grenzkontrollen und Wartebereiche für die Züge von und aus London ermöglicht. Derzeit ginge das nur auf Gleis 1, das lediglich durch einen Aufgang erreichbar und dadurch ein wenig abgetrennt ist. „Auch britische Beamte müssten eingesetzt werden“, heißt es von den Verantwortlichen weiter.

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