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Unterhaltung

Dieser Western überzeugt seit 65 Jahren

wochentlich.deBy wochentlich.de16 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Dieser Western gehört zum amerikanischen Kulturerbe


15.09.2026 – 13:53 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

John Wayne: Die Rolle in diesem Western ist eine seiner ikonischsten. (Quelle: IMAGO / Capital Pictures/imago)

Mehr als 65 Jahre nach seinem Kinostart gilt „Rio Bravo“ noch immer als einer der großen Klassiker des Western-Genres. Howard Hawks gelang ein Film, dessen Einfluss weit über seine Zeit hinausreicht. Heute zählt der Western sogar offiziell zum amerikanischen Kulturerbe.

Als „Rio Bravo“ 1959 in die Kinos kam, hatte der Western seine große Ära bereits hinter sich. Doch Howard Hawks zeigte, wie viel in dem Genre noch steckte. Hawks wich von der Darstellung gewaltiger Landschaftspanoramen und großer Heldensagen ab. Stattdessen konzentrierte er sich auf eine kleine Gruppe von Männern, die gemeinsam einer Übermacht standhalten muss. Im Mittelpunkt stehen dabei Freundschaft, Loyalität und die Frage, auf wen man sich verlassen kann. Genau diese Mischung machte „Rio Bravo“ zu einem der einflussreichsten Western seiner Zeit.

Dass „Rio Bravo“ die Jahrzehnte so gut überdauert hat, liegt vor allem an seinen Figuren. John Wayne spielt zwar den klassischen aufrechten Sheriff, doch Hawks stellt ihm Charaktere zur Seite, die dem Film Humor, Wärme und Verletzlichkeit geben. Selbst bei einer Laufzeit von 141 Minuten nimmt sich der Western immer wieder Zeit für Gespräche und kleine Momente zwischen seinen Figuren. Das verlieh dem Film schlussendlich den Status als Kulturerbe.

Darum geht es in „Rio Bravo“

In der texanischen Kleinstadt Rio Bravo sorgt Joe Burdette (Claude Akins) für Ärger. Als er in einem Saloon einen unbewaffneten Mann erschießt, greift Sheriff John T. Chance (John Wayne) ein und nimmt ihn fest. Doch damit beginnen die Probleme erst. Joes Bruder Nathan Burdette (John Russell) ist ein mächtiger Rancher, der seine Männer in der Stadt zusammenzieht und alles daransetzt, den Gefangenen zu befreien. Chance muss Joe so lange im Gefängnis halten, bis Unterstützung eintrifft – und steht dabei einer deutlichen Übermacht gegenüber.

Viel Hilfe hat der Sheriff zunächst nicht. An seiner Seite stehen der ältere, gehbehinderte Stumpy (Walter Brennan) und sein früherer Deputy Dude (Dean Martin), der mit seiner Alkoholsucht kämpft und erst wieder zu alter Stärke finden muss. Dann taucht der junge Revolvermann Colorado Ryan (Ricky Nelson) in Rio Bravo auf. Und auch die geheimnisvolle Feathers (Angie Dickinson) bringt Chance aus dem Konzept. Während sich die Schlinge um das Gefängnis immer enger zieht, muss der Sheriff herausfinden, wem er vertrauen kann – und wer tatsächlich bereit ist, mit ihm gegen Burdettes Männer anzutreten.

„Rio Bravo“ macht aus dem Western ein Kammerspiel

Anders als viele große Western seiner Zeit lebt „Rio Bravo“ nicht von endlosen Landschaftsaufnahmen oder einer besonders komplexen Geschichte. Regisseur Howard Hawks konzentriert sich stattdessen auf wenige Orte und eine überschaubare Gruppe von Figuren. Das Gefängnis wird dabei zum Mittelpunkt des Films, während draußen die Bedrohung durch Burdettes Männer wächst.

Das British Film Institute bezeichnet „Rio Bravo“ deshalb als „chamber western“, also als eine Art Kammerspiel im Western-Gewand. Die eigentliche Handlung ist dabei weniger entscheidend als die sorgfältige Charakterzeichnung und die Balance zwischen Drama und Komödie. Selbst in angespannten Situationen nimmt sich Hawks Zeit für Gespräche, kleine Gesten und humorvolle Momente.

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