Der 1. FC Köln hat sechs der vergangenen neun Spiele verloren. Ein genauer Blick zeigt jedoch: Das ist nur die halbe Wahrheit. Jetzt muss eine Reaktion folgen.
Eintracht Frankfurt war eine Nummer zu groß für den 1. FC Köln. Die Niederlage am Samstag war verdient, auch wenn sie umso ärgerlicher war, da die Geißböcke sie durch eigene Fehler selbst herbeigeführt hatten. Die Stimmung beim FC ist daher gerade angespannt.
Denn: Von den letzten neun Pflichtspielen gingen sechs verloren. Darüber hinaus gab es nur zwei Siege und ein Unentschieden. Grund zur Sorge also am Geißbockheim? Diese Frage treibt viele FC-Fans um. Doch ein genauer Blick zeigt: noch nicht.
Der Grund: Fünf der sechs Niederlagen kassierten die Geißböcke gegen den FC Bayern, RB Leipzig, Borussia Dortmund, den VfB Stuttgart und eben Frankfurt. Ein Blick auf die aktuelle Bundesliga-Tabelle zeigt: Diese fünf Mannschaften belegen dort die Plätze eins, zwei, vier, fünf und sechs. Kurzum: Der FC hat gegen fünf der Top Sechs in der Bundesliga verloren. Das ist als Aufsteiger keine Schande.
Umso ärgerlicher ist die sechste Niederlage, war sie doch vor der Länderspielpause gegen Borussia Mönchengladbach. Das ist der Stachel, der noch tief sitzt. Zumal gegen Leipzig, Dortmund, Stuttgart und auch Frankfurt Punkte möglich gewesen wären. Aber dass ausgerechnet der Erzrivale vom Niederrhein den FC bezwingen konnte, lässt noch immer den Himmel über Köln etwas grauer erscheinen.
Da hätte etwas Zählbares gegen Frankfurt gutgetan. Umso wichtiger ist nun, dass der FC am kommenden Wochenende beim SV Werder Bremen wieder in die Spur findet. Die Geißböcke haben bislang eine gute Saison hingelegt. Das lässt sich auch nach den jüngsten Niederlagen nicht wegdiskutieren oder kleinreden. Genauso wenig ist aber auch Zeit, sich die Pleiten gegen die Topklubs schöner zu gestalten, als sie sind.
Die Spieler waren nach dem 3:4 gegen Frankfurt ehrlich: Wer so viele eigene Fehler macht, kann in der Bundesliga nicht gewinnen. Daraus folgt: Will der FC gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellen-Mittelfeld wie Bremen bestehen, muss die Fehlerquote wieder sinken. Dann ist etwas drin an der Weser. Denn dass die Geißböcke die Qualität haben, haben sie schon mehr als einmal in dieser Saison gezeigt.
