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Diesen Antrag sollten E-Auto-Fahrer bis Oktober stellen

wochentlich.deBy wochentlich.de30 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Letzte Chance auf Hunderte Euro

Diesen Antrag sollten E-Auto-Fahrer schnell noch stellen


Aktualisiert am 30.09.2026 – 10:57 UhrLesedauer: 5 Min.

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E-Auto an der Ladesäule: Besitzer eines Stromers können sich die THG-Quote auszahlen lassen (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON/imago)

Wer ein Elektroauto fährt, kann sich auch für das kommende Jahr eine Prämie sichern. Doch die Zeit drängt, um von der sogenannten THG-Quote zu profitieren.

Mit der sogenannten THG-Quote können Besitzer eines Stromers zusätzliches Geld einnehmen. Jährlich werden die rechnerisch eingesparten Treibhausgasemissionen vermarktet und in Prämien umgewandelt. Wer die Prämie für das kommende Jahr noch kassieren möchte, sollte sich beeilen: Die Frist, um den Antrag einzureichen, endet in den meisten Fällen am 31. Oktober.

Was ist die THG-Quote und warum gibt es sie?

THG-Quote steht für Treibhausgasminderungsquote. Sie ist ein politisches Instrument, das Mineralölunternehmen dazu verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen, der durch ihre Kraftstoffe verursacht wird, kontinuierlich zu senken. Die Bundesregierung legt diese Quote fest, und sie steigt von Jahr zu Jahr an. Waren es 2026 noch 12 Prozent, sollen es bis 2040 bereits 65 Prozent sein.

Um diese Vorgaben zu erfüllen, können die Unternehmen entweder Biokraftstoffe beimischen oder sogenannte Verschmutzungsrechte beziehungsweise Zertifikate erwerben. Diese Zertifikate entstehen dort, wo Emissionen vermieden werden – beispielsweise durch den Betrieb von Elektroautos mit vergleichsweise sauberem Strom. Erfüllt ein Mineralölunternehmen die Quote nicht, drohen Strafzahlungen. Die THG-Quote soll somit klimaschädliche Mobilität teurer und klimaschonende Fortbewegung günstiger machen, um die CO₂-Emissionen im Verkehrsbereich zu reduzieren und Deutschlands Klimaziele zu erreichen.

Wer kann von der THG-Quote profitieren?

Grundsätzlich sind alle im Fahrzeugschein eingetragenen Halter von rein batterieelektrischen Fahrzeugen berechtigt, die THG-Prämie zu beantragen. Dies gilt unabhängig davon, ob das Auto gekauft, geleast oder als Firmenwagen genutzt wird. Auch Halter von elektrischen Motorrädern, Rollern und bestimmten Leichtfahrzeugen können profitieren. Für E-Motorräder und E-Roller gilt, dass sie zulassungspflichtig sein müssen, eine Zulassungsbescheinigung Teil I besitzen und schneller als 45 km/h fahren können sowie eine Leistung ab 11 kW (15 PS) aufweisen.

Ausgeschlossen von der Prämie sind hingegen Plug-in-Hybride, da sie auch mit fossilem Kraftstoff betankt werden können. Ebenso erhalten Besitzer von Erdgas- und Wasserstoffautos keine THG-Prämie.

Wie hoch ist die THG-Prämie und wie wird sie berechnet?

Die Höhe der THG-Prämie wird nicht staatlich festgelegt, sondern bildet sich frei am Markt, abhängig von Angebot und Nachfrage. Die Prämien schwanken daher. Für das Jahr 2026 sind bei guten Angeboten Prämien von über 300 Euro möglich, Spitzenwerte liegen aktuell sogar bei bis zu 425 Euro.

Die Berechnungsgrundlage für die eingesparten CO₂-Emissionen basiert auf zwei Kriterien: dem durchschnittlichen Stromverbrauch eines E-Autos im Jahr (derzeit 2.000 kWh Ladestrom) und den durchschnittlichen Treibhausgasemissionen bei der Stromproduktion in Deutschland pro Jahr (für 2026 bei 119 Kilo pro Gigajoule erzeugter Energie).

Wie beantrage ich die THG-Prämie?

Der Antragsprozess ist für Fahrzeughalter in der Regel unkompliziert. Um am THG-Quotenhandel teilzunehmen, melden Sie sich bei einem sogenannten Abwickler an. Dies kann eine spezialisierte Plattform, ein Versicherer, ein Energieunternehmen oder ein Automobilclub sein. Als Beleg müssen Sie eine Kopie Ihres Fahrzeugscheins (Zulassungsbescheinigung Teil I) vorlegen, meist reicht ein Scan oder ein Foto des Dokuments. Zusätzlich werden persönliche Daten und die Bankverbindung benötigt.

Der Abwickler prüft Ihre Angaben und reicht den Antrag gebündelt beim Umweltbundesamt (UBA) ein. Die Einreichung beim UBA ist bis zum 15. November des jeweiligen Verpflichtungsjahres möglich. Der Aufwand für Sie als Autobesitzer ist gering, da die Quotenvermittler den Rest übernehmen.

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