
Kopfschmerzen, Fieber, Muskelschmerzen: Was klingt wie eine normale Grippe, kann in Wahrheit eine Infektion mit dem Oropouche-Virus sein – übertragen durch Mücken und winzige Stechfliegen, sogenannte Gnitzen.
Das Virus wurde bereits in den 1950er-Jahren entdeckt, breitet sich aber seit den 2000ern zunehmend über Süd- und Mittelamerika sowie die Karibik aus. Mittlerweile gehört es in Brasilien zu den häufigsten Ursachen für fieberhafte Erkrankungen. Auch in den USA könnten sich laut Jackson Fälle häufen, denn die übertragenden Insekten sind bereits im Südosten des Landes heimisch.
Besorgniserregend ist: Es gibt weder Impfstoffe noch Medikamente gegen das Virus. Die Symptome können sich nach einem scheinbaren Abklingen erneut zeigen und in Einzelfällen über Wochen bestehen bleiben.
Neben den genannten Viren sieht Jackson weitere Risiken:
Und dann sind da noch die unbekannten Erreger. Neue Viren, die durch Klimawandel, Globalisierung und Eingriffe in Ökosysteme plötzlich beim Menschen landen können. „Mensch, Tier und Umwelt sind eng miteinander verbunden“, sagt Jackson. Nur wer diese Verflechtungen ernst nimmt, könne verhindern, dass lokale Ausbrüche zu globalen Gesundheitskrisen werden. Der Experte fordert deshalb weltweite Überwachungssysteme, Aufklärung und Investitionen in neue Impfstoffe.













