150 Liter Regen pro Quadratmeter
Diese Urlaubsregionen sind jetzt besonders gefährdet
Aktualisiert am 14.09.2025 – 12:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Unwetterlage jagt die nächste. In Norditalien, Frankreich und Spanien gelten Wetterwarnungen. Auch andere Urlaubsregionen sind betroffen.
Wieder trifft es eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen: In Norditalien hat Starkregen Straßen unterspült, Campingplätze geflutet und Hunderte Menschen in die Flucht getrieben. Während Urlauber bereits auf dem Heimweg sind, kämpfen Feuerwehr und Zivilschutz in mehreren Regionen mit den Folgen der Wassermassen. Auch auf dem Balkan verschärft sich die Lage – und die Gefahr ist weiterhin nicht vorbei.
Zwischen Alpen und Adria fallen bis zum kommenden Donnerstag bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter – und das nicht gleichmäßig verteilt, sondern in Form von Gewittern und Starkregen. Betroffen sind Norditalien und der westliche Balkan. Die Behörden warnen vor Überschwemmungen, Murenabgängen und Erdrutschen.
Im Norden Italiens gelten bereits am Samstag amtliche Warnungen vor Regen und Unwettern. Kritisch kann die Lage vor allem in engen Tälern und an Hängen werden.
Auch im Süden Frankreichs und an der Mittelmeerküste Spaniens gelten amtliche Warnungen. „Es kann am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag noch mal Regen beziehungsweise Gewitter von Südfrankreich über den Golf von Genua bis nördlich von Rom sowie in ganz Oberitalien geben. Das sind aber keine unwetterartigen Mengen“, beschreibt der Meteorologe Gernot Schütz von wetter.com die Lage.
Zwar beruhigt sich die Lage in Italien, doch in anderen Teilen Europas bleibt es unbeständig. „Die stärksten Niederschläge verlagern sich nun nach Österreich sowie in Teile Tschechiens und der Slowakei“, sagt Schütz. In Österreich seien 40 bis 60 Liter Regen pro Quadratmeter möglich, lokal auch bis zu 100 Liter in vier Tagen. Örtlich könne es zu Überflutungen kommen – insbesondere in Hanglagen und bei bereits gesättigten Böden.
Die vergangenen Gewitter trafen vor allem die Insel Elba: Innerhalb von 24 Stunden fielen dort zwischen Dienstag und Mittwoch 170 Liter Regen pro Quadratmeter. In der Gegend um Forno kam es zu einem Erdrutsch, Straßen wurden unpassierbar, etwa 200 Menschen waren zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Laut ADAC kam es zu Verkehrsbehinderungen, die Feuerwehr musste mehrfach ausrücken.
Auch in der Region Rom war die Lage zeitweise angespannt. Die Feuerwehr meldete allein in der Nacht zu Mittwoch über 100 Einsätze – unter anderem in Bracciano, Sacrofano, Montelibretti und an der römischen Küste. Bäume stürzten um, Masten kippten, Keller liefen voll. Im Norden des Landes war die Provinz Como in der Lombardei besonders betroffen: Am Comer See trat das Wasser über die Ufer, auf der Staatsstraße „Lariana“ kam es zu einem Erdrutsch, 19 Menschen mussten aus überfluteten Häusern gerettet werden.
