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Diese Strecken führen zu Geheimtipps in der Region

wochentlich.deBy wochentlich.de13 September 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Diese Strecken führen zu Geheimtipps in der Region
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Tour-Tipp ab Bremen

Ab aufs Rad: Durch die Weite zum „Weltdorf“

Aktualisiert am 13.09.2025 – 00:20 UhrLesedauer: 5 Min.

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Unterwegs in Worpswede: In das Künstlerdorf zieht es viele Touristen – die Anfahrt mit dem Rad lohnt sich besonders (Archivbild). (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Daniel Schoenen/imago)

Bremen kann mehr als Stadtmusikanten und Werder, auch die Natur rund um die Hansestadt ist zu empfehlen. Am besten erkundet man sie mit dem Rad.

Worpswede ist beliebt. Kunstfreunde aus aller Welt begeben sich in die ehemalige Künstlerkolonie. Es sind Hunderte, an manchen Tagen sogar Tausende, die den Ort nordwestlich von Bremen besuchen, vor allem Tagestouristen.

Und fast alle kommen mit dem Auto. Dabei ist eine Annäherung mit dem Fahrrad nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch sonst empfehlenswert. So taucht man doch ein in eine Landschaft, die einst schon so unterschiedliche Künstler wie Fritz Mackensen und Paula Modersohn-Becker faszinierte.

Die Gebrauchsanweisung für einen nachhaltigen Worpswede-Ausflug geht so: Man fahre mit dem Zug nach Bremen, leihe sich ein Rad und starte zu einer 62 Kilometer langen Rundfahrt, die sich „Stadt, Land, Kunst“ nennt und für die man sich mindestens einen, besser aber zwei oder drei Tage Zeit nehmen sollte.

Direkt hinter dem Bremer Hauptbahnhof taucht bereits der erste Wegweiser auf: ein weißer Torfkahn auf rotem Grund. Wobei man oft gar keine Schilder braucht, sondern einfach nur dem Lauf eines Flusses folgt, in diesem Fall sind es sogar gleich vier: Wümme, Hamme, Beek und Wörpe.

Zunächst führt der Weg durch den Bremer Bürgerpark, früher eine baumlose Viehweide, bis der Landschaftsgärtner Wilhelm Benque hier in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine grüne Oase schuf. Wer sonst nichts sieht von Bremen, der könnte die Stadt für eine riesengroße Parkanlage halten, wären da nicht, nur ein paar Radumdrehungen weiter, eine Autobahn und ein Müllheizkraftwerk. Wobei dieser Hinweis kleinlich ist, angesichts dessen, was folgt.

Denn plötzlich steht man vor einem schier endlosen Grün, genauer: dem Blockland, lauter Feuchtwiesen, durchzogen von langen Entwässerungsgräben. Holländische Siedler haben das Land an der Wümme vor Jahrhunderten urbar gemacht, sieben der alten Wohnwarften sind noch vorhanden. Auf einer thront der Hof Bavendamm, ein Biobetrieb mit angeschlossenem Café.

Wenn es hier Heißgetränke und Kuchen gibt, ist auf den Radwegen noch mehr los als sonst, vor allem an Wochenenden. In der Nebensaison ist man dagegen gut beraten, sich vorab über die Öffnungszeiten zu informieren.

Eigentlich bräuchte man in dieser flachen Gegend kein E-Bike, würde der Wind nicht immer wieder steif von vorn kommen, wie der Norddeutsche zu sagen pflegt. Und der Weyerberg, die einzige nennenswerte Erhebung weit und breit, kommt ja noch. Ansonsten ist man bestenfalls beim Wümmedeich gefordert.

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