Vergessene Welten
Diese Freizeitparks sind jetzt Geisterstätten
Aktualisiert am 31.05.2026 – 16:43 UhrLesedauer: 3 Min.
Einst farbenfrohe Vergnügungsstätten, heute Relikte längst vergangener Zeiten: Diese verlassenen Freizeitparks faszinieren und erzählen Geschichten vom Verfall.
Freizeitparks sind Orte, die wir mit Freude, Spaß und mitunter auch dem ein oder anderen Adrenalinkick verbinden. Umso größer ist der Kontrast, wenn einst belebte Freizeitparks, in denen ganze Generationen schöne Momente verbracht und Erinnerungen gesammelt haben, verfallen.
Allerdings haben verlassene Vergnügungsparks auch einen ganz eigenen, morbiden Charme. Sie erzählen Geschichten von vergangenen Zeiten, längst vergessenen Attraktionen und teilweise auch tragischen Pleiten und Schicksalen. Hier sind die bekanntesten und gruseligsten verlassenen Freizeitparks weltweit.
Spreepark, Berlin
Mitten im Berliner Plänterwald liegt der Spreepark – ein Ort, an dem sich DDR-Nostalgie, wirtschaftliches Scheitern und urbane Legenden vermischen. Der Park eröffnete 1969 als „Kulturpark Plänterwald“ und war über Jahrzehnte der Stolz Ost-Berlins. Nach der Wende übernahm ein Investor den Betrieb, doch 2001 musste der Spreepark endgültig schließen. Doch im Gegensatz zu den meisten verlassenen Freizeitparks bleibt der Spreepark nicht länger seinem Schicksal ausgeliefert. Seit April 2025 laufen Sanierungsarbeiten, auch das Riesenrad soll wiederaufgebaut werden. 2027 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Six Flags, New Orleans (USA)
Als der Hurrikan „Katrina“ Ende August 2005 auf die Südküste der USA traf, waren die Auswirkungen verheerend. Ganze Landstriche wurden bei einer der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte des Landes zerstört. Besonders betroffen war die Stadt New Orleans im Bundesstaat Louisiana. Auch der erst im Jahr 2000 eröffnete Freizeitpark Six Flags wurde überflutet. Die Zerstörung war so gravierend, dass der Park nicht wieder geöffnet wurde. Seitdem ist er ein stummer Zeuge der Katastrophe.
Freizeitpark Pripyat (Ukraine)
Er ist einer der bekanntesten Lost Places der Welt und der Freizeitpark mit der wohl traurigsten Geschichte. Als Teil der Maifeierlichkeiten 1986 sollte er am 1. Mai eröffnen, doch dazu kam es nie. Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April machte alle Pläne zunichte. Seitdem stehen Autoscooter, Riesenrad und Schaukelanlagen inmitten der Sperrzone – still, verrostet, von Moos überzogen. Das Bild des gelben Riesenrads wurde zum Symbol für den Super-Gau.
Nara Dreamland, Nara (Japan)
Ursprünglich als japanisches Disneyland geplant, öffnete Nara Dreamland 1961 seine Tore – mit Schloss, Main Street und typischem Disneyflair, allerdings ohne Lizenz. Als 1983 das offizielle Disneyland in Tokio eröffnete, verlor der Park schnell an Attraktivität. 2006 wurde er endgültig geschlossen. In den Jahren danach wurde er zu einem Hotspot für urbane Entdecker. Videos zeigten verlassene Fahrgeschäfte und verfallene Gebäude. Der Park wurde 2016 abgerissen.
