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Diese Fehler können in diesem Sommer richtig teuer werden

wochentlich.deBy wochentlich.de17 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Sonne, Strand – Preisschock? Ob Italien, Spanien oder Frankreich: Derzeit buchen viele Menschen ihren Sommerurlaub. Betrugsexperte Peter Giesel erklärt, welche Fehler jetzt richtig teuer werden können.

Nach regnerischen Tagen wird das Wetter in Deutschland langsam sommerlich – und damit steigt die Lust auf den diesjährigen Sommerurlaub. Peter Giesel produziert seit über zehn Jahren für den Sender Kabel eins das Format „Achtung Abzocke“ und deckt Betrügereien und Abzocken weltweit auf – auch bei Reiseanbietern und in Urlaubsländern. Im Interview spricht er über seine Geheimtipps für diesen Sommerurlaub und ein erschreckendes Erlebnis in Italien.

t-online: Herr Giesel, viele Menschen buchen in diesen Tagen ihren Sommerurlaub. Gibt es aus Ihrer Sicht Top- und Flop-Länder?

Peter Giesel: Offen gesagt: Die Flop-Liste ist gerade länger als die Top-Liste. Viele Länder sind in diesem Jahr einfach zu teuer geworden. Deutschland, Europa – klingt nach Klassiker, ist aber längst teilweise unbezahlbar. Thailand war jahrelang ein Schnäppchen-Geheimtipp. Heute zahlt man dort oft fast genauso viel wie in Spanien oder Italien. Und die USA? Mit der Fußball-WM im Sommer? Sorry, selbst wenn der Dollar-Kurs gerade für uns Urlauber attraktiv ist, ist das Preisniveau viel zu hoch. Ganz zu schweigen von 20 Prozent Trinkgeld on top, die überall auch noch erwartet werden. Das ist für mich keine Belohnung für guten Service – das ist Abzocke.

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Das waren viele Flops. Was sind denn Ihre Empfehlungen für den Sommerurlaub in diesem Jahr?

Japan. Klingt weit, klingt teuer – aber das täuscht. Mittlerweile ist es in vielen Ecken günstiger als in Thailand – und es ist ein Land, das ich als fast frei von Abzocken erlebt habe. Das gibt mir im Urlaub einfach ein gutes, sicheres Gefühl. Wer es etwas abenteuerlicher mag: Costa Rica, Panama – eigentlich fast der ganze mittelamerikanische Raum.

Ist es dort nicht sehr gefährlich?

Überhaupt nicht. In so manchen europäischen Hauptstädten fühle ich mich unsicherer als in Panama. Das überrascht viele Touristen – hat es mich auch am Anfang.

TV-Moderator Peter Giesel.
TV-Moderator Peter Giesel. (Quelle: IMAGO/imago-images-bilder)

Zur Person

Peter Giesel wurde 1971 geboren und machte schon in seiner Schulzeit erste Erfahrungen beim Radio. Zum Journalist ausgebildet wurde er bei Sat.1, anschließend war er für RTL, Sat.1 und ProSieben tätig. 2006 machte er sich mit seiner eigenen Produktionsfirma selbstständig und produziert seit 2015 das Prime-Time-Format „Achtung Abzocke“ für Kabel eins. Der Ableger „Urlaubsbetrügern auf der Spur“ geht im Juli in seine zwölfte Staffel. Darin besucht das Team um Giesel unter anderem eines der Länder der Fußball-WM. Außerdem stehen noch weitere Ziele in der ganzen Welt auf dem Programm.

Und wenn man doch in Europa bleiben möchte? Teuer sind viele Länder – aber deshalb muss der Urlaub dort ja nicht schlecht sein.

Ich hab‘ für unsere neue Staffel „Achtung Abzocke“ in einigen europäischen Ländern gedreht und bin bei einigen „Klassiker-Destinationen“ echt kalt erwischt worden. Beispiel Italien: Ich liebe Italien – vor allem wegen der Küche. Pasta, Pizza, Dolce Vita. Aber was ich in Neapel erlebt habe, hat mich wirklich getroffen. Ich darf und will jetzt nicht zu viel verraten, aber ich sag‘ es mal so: Mein Vertrauen in das, was auf meinem Teller landete, wurde echt erschüttert.

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