Rokid Glasses ausprobiert

Diese Datenbrille ist ein echter Hingucker


08.09.2025 – 13:57 UhrLesedauer: 4 Min.

Rokid Glasses: eine Datenbrille, die erstaunlich normal aussieht.

Rokid Glasses: eine Datenbrille, die erstaunlich normal aussieht. (Quelle: t-online / Rokid)

Der chinesische Technikhersteller Rokid hat auf der Ifa seine neue Datenbrille vorgestellt. t-online konnte sich das Gerät genauer anschauen.

Datenbrillen sind wie E-Fahrzeuge: Hersteller produzieren sie seit Jahren, aber der endgültige Durchbruch bleibt bislang aus. Zur Erinnerung: Die Google Glass kamen bereits 2012 auf den Markt, waren aber nicht erfolgreich. Mit den Rokid Glasses, die sich t-online auf der Ifa angeschaut hat, könnte sich das ändern.

Warum? Weil die Datenbrille weniger auffällig als die meisten Geräte anderer Hersteller aussieht und kein so klobiges Design hat. Auch der Tragekomfort ist im Vergleich zu anderen Datenbrillen hoch. Zudem ist das Sichtfeld fast wie das einer normalen Brille.

Aber der Reihe nach: Das Unternehmen Rokid entwickelt seit mehr als einem Jahrzehnt sogenannte Augmented Reality- oder AR-Brillen. Das sind Geräte, die dem Träger zahlreiche Informationen zu seiner Umgebung auf den Brillengläsern einblenden. Um Gegenstände, Straßen oder Personen zu erkennen, nutzen Datenbrillen wie die von Rokid eine Kamera, die in der Fassung eingebaut ist.

Die Kamera der Rokid Glasses nutzt eine Linse, die mit zwölf Megapixeln auflöst. Mit einem einfachen Knopfdruck lassen sich mit der Kamera auch Bilder von der Umgebung machen. Der Auslöseknopf befindet sich auf der Oberseite des rechten Brillenbügels.

Hält der Nutzer den Knopf länger gedrückt, startet er eine Videoaufnahmefunktion mit der Kamera in 1080p-Auflösung. Ein erneuter Knopfdruck stoppt die Aufnahme. Am Ifa-Stand konnten wir das ausprobieren und problemlos ohne Verzögerung Bilder und Videos mit der Kamera machen.

Zusätzlich zur Kamera besitzt die Brille ein „Premium-Audio-System“. Es besteht aus einem Mikrofon und Lautsprechern, über die der Anwender Musik hören oder Anrufe entgegennehmen kann, ohne sein Smartphone aus der Tasche holen zu müssen. Andere Personen in der Nähe hören den Ton nicht, der von der Datenbrille ausgegeben wird.

Durch das Menü bewegt sich der Anwender durch eine Wischgeste am rechten Seitenbügel unterhalb des Kameraknopfes. Ein Fingertipp dient als Bestätigung. Indem der Nutzer zweimal mit dem Finger kurz hintereinander auf den Bügel tippt, kommt er in das übergeordnete Menü zurück. Das funktionierte einfach und intuitiv.

Trotz der Technik wiegt die Brille nur 49 Gramm und fühlt sich beim Tragen wie eine normale Sehhilfe an. Der leichte Rahmen unterstützt laut Rokid individuelle Linsen für kurzsichtige Träger oder Personen mit einer Hornhautverkrümmung. Andere Linsen konnten wir am Ifa-Stand von Rokid nicht ausprobieren.

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