Als der Honda CRX in den 80ern auf den deutschen Markt kam, herrschte GTI-Fieber. PS-Freaks fuhren auf den schnellen Golf ab, mit dem VW eine neue Klasse begründete: die der bezahlbaren Sportwagen für die breite Masse. Doch der CRX war schneller als der GTI, sowohl in der Beschleunigung als auch bei der Endgeschwindigkeit. Kein Auto in dieser Preisliga (bei Modelleinführung 1983 kostete der CRX 19.490 Mark) bot solch überragende Fahrleistungen wie der Honda.
Wenn Mercedes-Liebhaber vom Modell W124 sprechen, kommen sie leicht ins Schwärmen. „Der letzte echte Benz“ heißt es dann oft über das zwischen 1984 und 1996 gebaute Auto, das die moderne E-Klasse begründete. Die Verarbeitungsqualität ist überragend, Technik und Motoren potenziell für die Ewigkeit ausgelegt. Die soliden Vierzylinder taugen noch heute als Alltagsautos, die Reihensechszylinder sind etwas für Genießer. Kombi, Coupé und Cabriolet sind schon lange teuer, jetzt ziehen auch bei den Limousinen die Preise spürbar an.
Als der Probe 1989 zu den deutschen Ford-Händlern kam, füllte er eine klaffende Lücke im Produktportfolio des Herstellers. Seit Produktionsende des erfolgreichen Capri im Jahr 1986 hatte Ford Deutschland kein Sportcoupé mehr im Programm. Opel feierte derweil mit dem Calibra Erfolge, VW bot den Corrado an. Der neue Probe konnte bei den Motoren mit der Konkurrenz mithalten. Beim Fahrwerk zeigt sich, dass er ein US-Auto ist: Das Coupé fährt sich ziemlich weich. Auch Klappscheinwerfer waren Ende der Achtziger eigentlich schon aus der Mode. Umso cooler ist es, wenn man heute mit einem Ford Probe die Frontlichter ausfährt und mit der Lichthupe freundlich blinzelt.
