Danach schlimmer krank
Diese fünf Fehler sollten Sie bei Antibiotika vermeiden
Aktualisiert am 08.09.2025 – 14:29 UhrLesedauer: 4 Min.
Gegen eine bakterielle Infektion helfen Antibiotika. Doch kommen sie zu oft zum Einsatz oder werden sie falsch angewendet, drohen Gefahren für die Gesundheit.
Antibiotika töten Bakterien und verhindern, dass diese sich vermehren. Sie kommen unter anderem als Tabletten, Kapseln, Zäpfchen und Tropfen zum Einsatz. In Form von Salben, Gelen und Tinkturen ist eine äußerliche Anwendung möglich. Der Arzt verschreibt Antibiotika beispielsweise gegen Blasenentzündungen, eitrige Bronchitis, Magenschleimhautentzündungen, Lungenentzündungen und Salmonellen-Infektionen.
Bei der Anwendung sind allerdings einige Dinge zu beachten, um die Wirkung zu garantieren, Nebenwirkungen vorzubeugen und Resistenzen zu vermeiden.
Antibiotika sollten Sie behutsam anwenden. Zum einen bekämpfen sie alle Bakterien im Körper, die in ihrem Wirkspektrum liegen – also auch die nützlichen, nicht krankheitsverursachenden Bakterien. Deswegen reagieren viele mit Durchfall auf die Einnahme. Denn die im Darm befindlichen Bakterien der Darmflora leiden ebenfalls. Zum anderen besteht das Risiko, dass sich bei zu häufiger und falscher Anwendung Resistenzen bilden und die Antibiotika ihre Wirksamkeit verlieren.
Das Antibiotikum sollten Sie mit einem Glas Leitungswasser einnehmen. Durch die reichliche Flüssigkeitszufuhr löst sich das Medikament leichter auf. Zudem beeinflusst Wasser die Wirkung des Medikaments am wenigsten. Kaffee, Tee, Saft (vor allem Grapefruit-Saft), Alkohol und Milchprodukte hingegen können die Wirkstoffaufnahme hemmen.
Kalziumreiche Mineralwässer, Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Quark und Käse sollte man im Zeitraum der Antibiotika-Einnahme daher besser nicht verzehren. Das heißt: Auch nach der Einnahme des Antibiotikums sollten Sie sicherheitshalber drei Stunden mit dem Verzehr von Milchprodukten warten. Auf Mineralstoffpräparate mit Kalzium, Magnesium und Zink sollte man ebenfalls verzichten.
Die regelmäßige Einnahme ist für die Wirksamkeit von großer Bedeutung. Wenn die Zeitabstände stimmen, ist eine dauerhaft ausreichende Menge des Wirkstoffs im Körper garantiert. Nur so können die Bakterien erfolgreich bekämpft werden.
Muss das Medikament ein Mal am Tag eingenommen werden, dann sollte dies immer um die gleiche Uhrzeit erfolgen. Muss der Patient das Antibiotikum zwei Mal pro Tag anwenden, sollte dies in einem Abstand von zwölf Stunden passieren. Bei drei Mal täglich bietet der Acht-Stunden-Rhythmus eine gute Orientierung.
