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Die Zahl der Todesopfer durch zwei verheerende Erdbeben, die letzte Woche den Norden Venezuelas erschütterten, ist auf 1.943 gestiegen, teilten die Behörden am Dienstag mit.

Laut Jorge Rodríguez, dem Präsidenten der Nationalversammlung des Landes, wurden weitere 10.571 Menschen verletzt und 28.380 werden nach den Erdbeben in Krankenhäusern oder provisorischen Lagern behandelt.

Am Abend des 24. Juni erschütterten aufeinanderfolgende Erdstöße der Stärke 7,2 und 7,5 Venezuela, verursachten große Zerstörungen und ließen Zehntausende Menschen vermissen. Ein starkes Nachbeben erschütterte die Region am Freitag ebenfalls und trieb die Menschen auf die Straße, als der Boden erneut bebte.

Seitdem rennen Einsatzkräfte und Freiwillige darum, die unter eingestürzten Gebäuden Eingeschlossenen zu retten. Retter aus der ganzen Welt schließen sich lokalen Teams an, um durch die Trümmer zu graben. Die ersten 72 Stunden gelten als die entscheidendsten für eine erfolgreiche Rettung. Seit den Erdbeben ist fast eine Woche vergangen.

Videoaufnahmen in den sozialen Medien zeigen Einsatzkräfte, wie sie durch kleine, instabile Kriechkeller navigieren und versuchen, zu den Überlebenden zu gelangen.

Venezuelas amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez sagte am Montag, dass sich 3.681 Retter aus 30 Ländern den Suchaktionen angeschlossen hätten. Die internationale Gemeinschaft habe außerdem über 1.000 Tonnen Hilfsgüter, 27 Fahrzeuge und 118 Suchhunde bereitgestellt, fügte sie hinzu.

Nach Angaben der venezolanischen Regierung wurden bis Dienstag mehr als 6.450 Menschen lebend aufgefunden, weitere 13.500 konnten auf eigene Faust fliehen.

Nach Schätzungen von UNICEF benötigen rund 1,8 Millionen Menschen, darunter 680.000 Kinder, nach den Erdbeben humanitäre Hilfe.

Eine vorläufige Schätzung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen beziffert die Kosten der durch die Erdbeben verursachten direkten physischen Schäden auf 6,7 Milliarden US-Dollar.

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