Tokyo Motor Show
Diese Auto-Highlights aus Japan müssen Sie kennen
29.10.2025 – 15:27 UhrLesedauer: 5 Min.
Nirgends zeigen sich Autodesigner und Ingenieure verspielter als auf der Motor Show in Tokio. Trotzdem: Unter den spektakulären Studien ist vieles, das es so oder ähnlich auf die Straße schaffen kann.
Tokio ist eine der größten Städte der Welt und gilt vielen als Schaufenster in die Zukunft. Das gilt aber nicht nur für Viertel wie Akihabara oder Shibuya, sondern zumindest in diesen Tagen auch für das Messegelände: In der Big Sight trifft sich die PS-Branche gerade wieder zur Tokyo Motor Show, die getreu dem Zeitgeist jetzt Japan Mobility Show heißt.
Zwar hat sie wie alle Automessen an Bedeutung eingebüßt, doch als Panoptikum der PS-Welt ist sie nach wie vor unerreicht. Und anders als in München oder Paris fassen sie die Sache mit der Mobilität etwas weiter in der japanischen Hauptstadt.
Nicht nur, weil sie der Überalterung der Bevölkerung mit futuristischen Gehhilfen, Rollstühlen und anderen Gefährten für die unterstützte Bewegung drinnen und draußen begegnen. Sondern weil sie auf der Messe tatsächlich auch Boote, Flugzeuge oder sogar Raketen ins Rampenlicht stellen.
Dabei bräuchte es die gar nicht als Blickfang. Denn so schrill wie die Stadt sind auch viele der Studien auf den Ständen. Auch wenn der Serienbezug bisweilen gen Null tendiert, sind die so abgedreht und zugleich inspirierend, dass jeder Autofahrer sie zumindest mal gesehen haben muss. Unsere drei Favoriten:
Lexus stimmt sich so langsam darauf ein, dass die Städte zu voll werden fürs normale Auto, und will die bequeme Mobilität der Besserverdiener deshalb mit einem autonomen Einsitzer garantieren. Die Idee ist nicht neu, sondern hat schon Fahrzeuge wie den Renault Twizy hervorgebracht. Im Luxussegment allerdings ist sie denkbar unwahrscheinlich.
Was bei Möbeln klappt, muss doch auch bei der Mobilität gelingen, postuliert Toyota – und präsentiert das Do-it-yourself-Auto aus dem Baukasten. Mit wenig Werkzeug, so einfach zu montieren wie ein Billy-Regal, ist der Pritschenwagen mit dem wie eine Luftmatratze aufblasbaren Sitz vor allem für Schwellenländer gedacht. Doch selbst wenn alle Teile verbaut sind, ist der IMV Origin noch nicht fertig: Toyota liefert in dieser Vision nur das Grundgerüst und überlässt den Kunden den Auf- und Ausbau, damit ihn jeder für seine Bedürfnisse maßschneidern kann.
