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EU-Verteidigungschefs kommen diese Woche in Brüssel zusammen, um den 25. Jahrestag seit der Gründung des EU-Militärausschusses zu begehen, der ursprünglich als Reaktion auf die Balkankonflikte der 1990er Jahre eingerichtet wurde. Doch inmitten des Jubiläums wurde die Stimmung durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine und die zunehmende Instabilität im Nahen Osten überschattet.
Im Gespräch mit der Flaggschiff-Morgensendung Europe Today von Euronews beschrieb der Vorsitzende des EU-Militärausschusses, General Seán Clancy, diesen Moment als „eine Zeit zum Nachdenken statt zum Feiern“ und spielte damit auf die rasante Entwicklung der europäischen Sicherheits- und Verteidigungsstrategie in den letzten Jahren an.
Clancy sagte, die Ukraine bleibe die „höchste Priorität“ der EU, da sich die europäischen Verteidigungschefs treffen, um Sicherheitsbereitschaft, Militärstrategie und weitere Unterstützung für Kiew zu besprechen. Seine Äußerungen erfolgten, als Russland über Nacht eine weitere Angriffswelle auf die Ukraine startete, an der Berichten zufolge Hunderte Drohnen und Dutzende Raketen beteiligt waren.
„Die außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit der ukrainischen Streitkräfte und des ukrainischen Volkes hat die Ukraine in eine Festungsnation verwandelt“, sagte Clancy und argumentierte, dass die Sicherheit der Ukraine nun „ein wesentlicher Bestandteil der künftigen Sicherheit Europas“ sei.
Clancy lehnte zwar die Idee ab, dass die EU zu einer „militärischen Macht“ ähnlich der NATO werden sollte, betonte jedoch, dass die Union durch ihre wirtschaftliche Stärke, Verteidigungskoordination und Auslandseinsätze eine entscheidende Rolle spiele. Der General hob hervor, wie die EU-Militärhilfemission für die Ukraine bisher mehr als 93.000 ukrainische Soldaten ausgebildet habe.
„Wir werden unerbittlich weitermachen“, sagte er und fügte hinzu, dass alle 27 Mitgliedsstaaten weiterhin entschlossen seien, die Zukunft der ukrainischen Streitkräfte mitzugestalten.
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