Die Dondorf-Druckerei in Frankfurt wird derzeit von der Polizei geräumt. Seit Samstag wurde das Gebäude durch die Aktivisten der Gruppe „Die Druckerei“ besetzt.
Die Frankfurter Polizei hat die Innenräume der besetzten ehemaligen Dondorf-Druckerei geräumt. Dort seien am Donnerstag 14 Aktivisten gewesen, teilte die Polizei am Nachmittag mit. Ihre Identitäten seien für mögliche Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs festgestellt worden. Am Abend hielten sich zudem noch 18 weitere Menschen auf dem Dach der Druckerei auf.
Dondorf-Druckerei: Polizei wird mit Kot beworfen
Laut Polizei hatten zu Beginn des Einsatzes rund 30 Menschen versucht, die Beamten am Betreten des Objekts zu hindern. Zudem sei beim Eintreffen der Polizisten Pyrotechnik gezündet worden. In dem Gebäude seien Barrikaden errichtet gewesen, Beamte seien mit Kot und Urin beworfen worden. Es soll aber niemand getroffen worden sein.
In der Nähe der Sophienstraße bildete sich außerdem laut Polizeimitteilung eine Versammlung, aus der zwei Personen nach einem Angriff auf einen Polizeibeamten festgenommen wurden. Auch weitere Personen wurden bei dem Versuch festgenommen, Aktivisten wieder zu befreien. Gegen eine dieser Personen wurde Pfefferspray eingesetzt. Diese sei daraufhin geflüchtet.
In den vergangenen Tagen kam es zu Gesprächen zwischen den Besetzern, Vertretern der Max-Planck-Gesellschaft, dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen sowie der Goethe-Universität. Das Land Hessen ist Eigentümerin der Liegenschaft und die Goethe-Universität mit der Verwaltung beauftragt, auch über den Zeitraum der eigenen Nutzung hinaus. Das Gebäude soll abgerissen werden, um Platz für einen Neubau des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik (MPIEA) zu schaffen. Zuletzt hatte sich dort das Institut für Kunstpädagogik befunden.
