München (D.DE/DPA)-Inmitten von Debatten über die neue Richtung der US-Regierung in den Ukraine-Konflikt und im Nahen Osten versuchen hochrangige Politiker und Diplomaten, einen neuen Kurs auf der München-Sicherheitskonferenz zu setzen. Rund 60 Weltführer, darunter die Bundeskanzlerin Olaf Scholz, werden zusammen mit 150 Regierungsministern und Vertretern zahlreicher internationaler Organisationen erwartet. Die heute vom US -Vizepräsidenten JD Vance gehaltene Rede steht im Mittelpunkt eines besonderen Interesses.
Im Vorfeld der Konferenz gab es Bewegungen über mögliche Verhandlungen über einen Friedensabkommen im Krieg in der Ukraine, jedoch zunächst ohne die direkte Beteiligung der EU-Staaten. US -Präsident Donald Trump hat im Kreml und mit Zelenskiy Telefonanrufe mit Wladimir Putin abgehalten. Die USA erwarten, dass die europäischen Staaten den größten Teil der militärischen und finanziellen Belastung für den Schutz der zukünftigen Sicherheit der Ukraine tragen.
Der Bundespräsident von Deutschland Frank-Walter Steinmeier wird am Freitagnachmittag die Münchner Sicherheitskonferenz mit seiner Einschätzung der Situation für ausländische und Sicherheitspolitik eröffnen. Der Präsident der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius werden ebenfalls Reden halten. Außenminister Annalena Baerbock und Innenminister Nancy Faeser haben ebenfalls ihre Teilnahme bestätigt.
Zu den wichtigsten Themen auf der Tagesordnung für die Konferenz gehören die Situation in Israel und die palästinensischen Gebiete sowie die Entwicklungen in Syrien. In einem geschäftigen Diskussionsprogramm wird auch Themen wie die Architektur der globalen Finanzen, die Widerstandsfähigkeit von Demokratien, Klimawandel, nukleare Sicherheit und die Zukunft der künstlichen Intelligenz erörtert.
Die Konferenz wurde jedoch durch den Angriff, der am Donnerstag in Central München stattfand, überschattet.
Ein Auto wurde in eine Gruppe von Demonstranten getrieben und mindestens 28 Menschen verletzt, einige ernst. Der bayerische Premierminister Marcus Söder sprach von einem „bitteren Tag für München“.
