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Die Geschichte seines langen Sterbens

wochentlich.deBy wochentlich.de17 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Die Geschichte seines langen Sterbens
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Umstrittene Schleppfahrt, massive Datenlücke

So endet der Wal Timmy

Aktualisiert am 17.05.2026 – 11:35 UhrLesedauer: 4 Min.

Vergrößern des Bildes

Walkadaver umkreist von Möwen: Wal Timmys wochenlange Odyssee endet vor Anholt. (Quelle: Jonas Walzberg/dpa)

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Strandungen, Rettungsversuche, eine umstrittene Schleppfahrt: Wal Timmy hat all das nicht überlebt. Sein Tod vor Dänemark besiegelt eine wochenlange Tragödie.

Das Drama um den wiederholt in der Ostsee gestrandeten Wal Timmy hat Deutschland wochenlang beschäftigt. Nun herrscht Gewissheit: Der Buckelwal, der in einer umstrittenen Aktion in Richtung Nordsee geschleppt wurde, hat es nicht überlebt. Die tödliche Odyssee des Meeresgiganten:

3. März: Im Hafen von Wismar wird ein großer Wal gesichtet, der sich in einem schätzungsweise 50 Meter langen Stellnetz verheddert hat. Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd können den größten Teil entfernen. Danach verlässt der Wal den Hafen. Ein Boot von Sea Shepherd versucht, ihn zu begleiten.

10. März: Der Wal gerät bei Steinbeck, 20 Kilometer nordwestlich von Wismar, in ein Fischernetz. Beim Einholen des Netzes durch den Fischer wird es laut Polizei durchtrennt, das Tier schwimmt begleitet von einem Polizeiboot in Richtung der offenen See davon und verschwindet.

  • Dänische Behörde bestätigt: Toter Wal vor Dänemark ist Timmy
  • Wal Timmy: Die Legende des Walflüsterers Marc Lehmann zerschellt am Ostsee-Buckelwal

14. und 15. März: Der Wal wird wiederholt an der Ostseeküste westlich von Wismar gesichtet – bei Boltenhagen, Warnkenhagen und erneut Steinbeck.

19. und 20. März: Der Wal schwimmt weiter westlich in der Lübecker Bucht. Er wird unter anderem bei Timmendorfer Strand und Scharbeutz gesichtet, Experten von Sea Shepherd entfernen weitere Netzreste.

Erste Strandung von Wal Timmy

23. März: In der Nacht zum 23. März strandet der Säuger auf einer Sandbank am Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein. Schiffe versuchen vergeblich, dem Wal mit künstlichen Wellen zu helfen. Experten stufen den Gesundheitszustand des Tiers als „besorgniserregend“ ein.

26. März: Eine größere Befreiungsaktion mit einem Schwimmbagger und weiteren Baggern beginnt. Diese graben eine Rinne durch die Sandbank.

27. März: In der Nacht zum 27. März schwimmt sich der Wal durch die Rinne frei und kreuzt in der Lübecker Bucht. Versuche, ihn mit Booten ins offene Meer zu dirigieren, scheitern jedoch.

Wal Timmy strandet erneut in der Wismarer Bucht

28. März: Der von Medien inzwischen Timmy genannte Wal strandet bei der Insel Walfisch in der Wismarer Bucht. In der Nacht kommt er frei.

29. März: Das Tier schwimmt sich wenig später erneut in der Wismarer Bucht fest. Es wird weiterhin von Behördenvertretern und Experten der Umweltschutzorganisationen Greenpeace und Sea Shepherd begleitet. Ihnen zufolge verschlechtert sich sein Zustand.

30. März: Nach einem akustischen Mobilisierungsversuch durch Helfer schwimmt sich der Wal am Abend frei. Zunächst nimmt er Kurs auf die offene See, kommt jedoch in die Wismarer Bucht zurück.

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