Trotz Rekordtopf
Fifa verspricht Gespräche im Prämien-Streit
26.04.2026 – 21:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Fifa stellt nach Kritik aus Deutschland und anderen Verbänden eine Erhöhung der WM-Prämien in Aussicht. Für die meisten der 48 Teams drohen trotz Rekordgesamttopf niedrigere Auszahlungen als bei der letzten WM.
Der Fußball-Weltverband Fifa hat nach Kritik aus Deutschland und anderen Ländern Gespräche über höhere Prämien für die WM 2026 angekündigt. Bereits zwei Tage vor dem Fifa-Kongress in Vancouver am kommenden Donnerstag soll sich das Fifa-Council mit dem Thema befassen.
Ein Fifa-Sprecher erklärte gegenüber der englischen Zeitung „The Guardian“: „Die Fifa bestätigt, dass sie mit Verbänden weltweit Gespräche führt, um die verfügbaren Einnahmen zu erhöhen.“ Weiter hieß es: „Dies umfasst eine vorgeschlagene Erhöhung der finanziellen Beiträge an alle qualifizierten Mannschaften für die Fifa Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sowie der Entwicklungsgelder für alle 211 Mitgliedsverbände.“
Der Gesamttopf für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada beläuft sich auf 727 Millionen Dollar – so viel wie nie zuvor. Der Weltmeister erhält 50 Millionen Dollar. Weil aber 16 Teams mehr teilnehmen als bei der WM 2022 in Katar, sinken die Auszahlungen für die meisten Mannschaften.
Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte die Prämienregelung zuletzt kritisiert. DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig sagte: „Es wird zwar immer suggeriert, dass es immer noch mehr und größer wird, was die Gesamtprämien angeht, aber man darf nicht vergessen, der Kuchen wird ja auch durch 48 geteilt.“ Fest eingeplant sind für den DFB 1,5 Millionen Dollar für Vorbereitungskosten sowie 9 Millionen Dollar Startgeld. Zusätzlich bereiten der schwankende Dollarkurs und die unterschiedliche Besteuerung in verschiedenen US-Bundesstaaten dem Verband Sorgen. Das bereite dem DFB „wirklich Unbehagen“, so Rettig.
