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Finanzen

DGB fordert Pflicht – so könnte sie aussehen

wochentlich.deBy wochentlich.de9 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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DGB fordert Pflicht – so könnte sie aussehen
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Forderung des DGB

Pflicht zur Betriebsrente? So könnte das aussehen


09.06.2026 – 15:06 UhrLesedauer: 4 Min.

DGB-Chefin Yasmin Fahimi: Die ehemalige SPD-Generalsekretärin hat eine Pflicht zur Betriebsrente ins Spiel gebracht.Vergrößern des Bildes

DGB-Chefin Yasmin Fahimi: Die ehemalige SPD-Generalsekretärin hat eine Pflicht zur Betriebsrente ins Spiel gebracht. (Quelle: Jürgen Heinrich/imago-images-bilder)

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Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert eine Betriebsrente für alle. Vizekanzler Klingbeil unterstützt die Idee. Dabei gab es erst kürzlich eine Reform.

Die Zeit drängt: In den kommenden Wochen will die Bundesregierung wichtige Entscheidungen treffen, um das Land und die Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. Auch bei der Rente soll dann zumindest der grobe Plan stehen. „Wir werden Eckpunkte beschließen können, auf jeden Fall schon vor der Sommerpause. Das ist das Ziel“, sagte Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Caren Miosga“.

Grundlage soll der Abschlussbericht der Rentenkommission sein, der der Bundesregierung spätestens bis zum 29. Juni vorgelegt werden soll. Doch schon jetzt häufen sich die Wortmeldungen dazu, was bei Rente und Altersvorsorge künftig alles anders laufen sollte. Eine davon kommt vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Seine Vorsitzende, Yasmin Fahimi, sprach sich beim Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge aus, die zusätzlich zur gesetzlichen Rente eingeführt werden soll. Auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hält das für sinnvoll. Wie könnte eine solche Betriebsrentenpflicht aussehen? Was sind die Probleme beim derzeitigen freiwilligen Modell? Und wie stehen Arbeitgeber zu dem Vorschlag? t-online beantwortet die wichtigsten Fragen.

Warum fordert der DGB eine Pflicht zur Betriebsrente?

Aus rein politstrategischer Sicht könnte man sagen: um sich vor dem Sozialpartnertreffen im Koalitionsausschuss an diesem Mittwoch in Position zu bringen. Angesichts der zahlreichen geplanten Reformen hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Vertreter der Wirtschaft und Gewerkschaften zu einem Austausch geladen – wohl in der Hoffnung, diese möchten sich bereits vorher auf gemeinsame Positionen zu Themen wie Arbeitsmarkt, Rente, Krankenkassen und Bürokratie einigen. Der Vorstoß der DGB-Chefin vom Wochenende zeigt allerdings: Von einer „konzertierten Aktion“ kann keine Rede sein. Eigene Themensetzung steht im Vordergrund.

Rein inhaltlich lässt sich die Forderung nach einer Pflicht zur Betriebsrente so erklären: Die Verbreitung der betrieblichen Vorsorge stagniert seit Jahren, eine Ausnahme bildet nur der öffentliche Dienst. Wie Daten des Bundesarbeitsministeriums zeigen, werden vor allem Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen sowie Geringverdiener schlecht erreicht. Nur jedes vierte Unternehmen mit bis zu vier Mitarbeitern bot 2023 eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) für Angestellte an, nur knapp jeder fünfte Mitarbeiter hatte eine solche Versorgung.

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